Aktualisiert 01.04.2020 15:14

Trump gegen China

Huawei wächst trotz Handelskrieg mit den USA

Der chinesische Hightech-Gigant Huawei hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz steigern können. Dies, obwohl die USA den Konzern mit heftigen Sanktionen zu schwächen versucht.

1 / 8
Der weltweite Jahresumsatz von Huawei hat im Jahr 2019 rund 115,7 Milliarden Franken betragen. Das sind 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der weltweite Jahresumsatz von Huawei hat im Jahr 2019 rund 115,7 Milliarden Franken betragen. Das sind 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

AP/Markus Schreiber
Das chinesische Unternehmen ist der grösste Netzwerkausrüster und zweitgrösste Smartphone-Hersteller der Welt.

Das chinesische Unternehmen ist der grösste Netzwerkausrüster und zweitgrösste Smartphone-Hersteller der Welt.

AP/kin Cheung
Trotz Sanktionen durch die USA konnte der Konzern seinen Umsatz steigern.

Trotz Sanktionen durch die USA konnte der Konzern seinen Umsatz steigern.

AP/Mark Schiefelbein

Der grösste Netzwerkausrüster und zweitgrösste Smartphone-Hersteller der Welt, Huawei, steht im Zentrum des Handelskonfliktes zwischen den USA und China. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wirft dem chinesischen Konzern vor, westliche Länder auszuspionieren und unangemessen mit dem chinesischen Staat zusammenzuarbeiten.

Deswegen verhängte die US-Regierung starke Sanktionen gegen das Unternehmen. Trotzdem konnte dieses seinen Umsatz steigern: Der weltweite Jahresumsatz habe im Jahr 2019 rund 115,7 Milliarden Franken betragen. Das sind 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 5,6 Prozent auf 8,4 Milliarden Franken.

Auf schwarzer Liste der USA

«2019 war ein aussergewöhnliches Jahr für Huawei», sagte Huawei-Chef Eric Xu. «Trotz des enormen Drucks von aussen hat unser Team mit einem einzigartigen Fokus auf die Wertschöpfung für unsere Kunden weitergemacht», betonte er. «Unser Geschäft bleibt solide.»

Die US-Regierung versucht schon seit geraumer Zeit, die Chinesen aus dem Geschäft mit 5G-Infrastruktur herauszudrängen. Der Konzern steht in den USA auf einer schwarzen Liste und wird als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft. Deswegen darf Huawei unter anderem seine neuesten Smartphonemodelle nicht mehr mit Diensten und Apps von Google ausliefern.

Auch Huawei und China drohen nun mit Sanktionen.

Robustes Wachstum

Trotz der 5G-Boykottaufrufe sieht sich Huawei im Carrier-Geschäft «führend im kommerziellen Rollout von 5G-Netzen». 5G-Lösungen von Huawei würden inzwischen in über 50 Ländern und Regionen eingesetzt und versorgten mehr als 40 Millionen Menschen, die in abgelegenen Gebieten leben, mit mobilem Internet. Der Carrier-Geschäftsbereich verschaffte dem Konzern allein einen Umsatz in Höhe von rund 40 Milliarden Franken, ein Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch beim Geschäft mit Endkonsumenten vermeldete Huawei mit 240 Millionen ausgelieferten Smartphones 2019 «weiterhin ein robustes Wachstum», nämlich ein Plus von 17 Prozent. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.