Astronomie : Hubble fotografiert «kosmisches Collier»
Aktualisiert

Astronomie Hubble fotografiert «kosmisches Collier»

Das Weltraumteleskop Hubble hat in den Tiefen des Alls einen Gasnebel fotografiert, der beeindruckend funkelt.

Die Gashülle einer «gestorbenen» Sonne umhüllt eine zweite Sonne und lässt diese eindrucksvoll funkeln.

Die Gashülle einer «gestorbenen» Sonne umhüllt eine zweite Sonne und lässt diese eindrucksvoll funkeln.

Die Falschfarbenaufnahme zeigt einen blau-grün gefärbten Ring aus Wasserstoff und Sauerstoff, in dem rot gefärbte Stickstoffwolken wie die Diamanten in einem Collier leuchten. Der sogenannte planetare Nebel im Sternbild Pfeil (Sagitta) war erst kürzlich entdeckt worden, wie das Weltraumteleskop-Institut in Baltimore erläuterte.

Bei dem Objekt handelt es sich um die abgestossene Gashülle eines aufgeblähten, alternden Sterns. Der rund 15 000 Lichtjahre von der Erde entfernte Stern hat einen engen Begleiter. Die beiden kreisen so eng umeinander, dass die alte Sonne die andere eingehüllt hat, als sie sich aufblähte.

Der so verschluckte Stern beschleunigte die Umdrehung der aufgeblähten Sonne, bis die zunehmende Fliehkraft die Gashülle vor rund 10 000 Jahren ins All schleuderte. Inzwischen hat das «kosmische Collier» einen gigantischen Durchmesser von etwa 20 Billionen Kilometern, was rund zwei Lichtjahren entspricht. (sda)

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