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«Es werde Licht»«Hubble»-Reparatur zum Zweiten

Nach einem ersten Erfolg bei den Reparaturarbeiten am Weltraumteleskop «Hubble» haben die Astronauten der Raumfähre «Atlantis» heute mit ihrem zweiten Einsatz begonnen. 20 Minuten Online zeigt die Arbeiten live.

Michael Massimino und Michael Good wollten sechs neue Gyroskope und frische Batterien installieren, nach Angaben der NASA die wichtigste Arbeit an «Hubble». Die Gyroskope dienen dazu, die Lage des Teleskops im All zu steuern. Drei der bisherigen Geräte sind kaputt, und sie sind für die Astronauten nur schwer zu erreichen.

Am Donnerstag waren die Astronauten John Grunsfeld und Andrew Feustel siebeneinhalb Stunden lang im Einsatz, um eine neue Kamera zu montieren und eine defekte Datenerfassungseinheit zu ersetzen. «Es werde Licht», sagte Grundsfeld, als die Bodenstation die Stromversorgung der neuen Kamera herstellte.

Fünf Ausseneinsätze

Die alte Kamera wurde bereits im Dezember 1993 installiert und hat mehr als 135 000 Aufnahmen zur Erde gesendet. Die beiden Astronauten hatten einige Mühe, sie zu entfernen, da sich die Befestigung nach all den Jahren kaum lösen liess. Die neue Kamera im Wert von 132 Millionen Dollar soll noch tiefere Einblicke in den Kosmos ermöglichen als bisher.

Die Arbeiten am Donnerstag waren der erste von fünf Ausseneinsätzen. Dabei werden in einer Höhe von 560 Kilometern über der Erde alte Geräte ausgetauscht und neue eingebaut, um «Hubble» für bis zu zehn weitere Jahre fitzumachen. Die Astronauten montierten auch einen Haken, an dem das Weltraumteleskop in einigen Jahren von einer Robotersonde gepackt werden soll, um dann kontrolliert in den Pazifik abzustürzen. (dapd)

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