CSU-Wahldesaster: Huber geht, Seehofer kommt
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CSU-WahldesasterHuber geht, Seehofer kommt

Nach dem Debakel der CSU bei der Bayern-Wahl uberhat Parteichef Erwin Huber seinen Rücktritt angekündigt. Neuer Vorsitzender soll Hubers bisheriger Vize, Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, werden.

Er werde beim CSU-Sonderparteitag am 25. Oktober sein Amt zur Verfügung stellen, sagte Huber am Dienstag in München nach einer nächtlichen Krisensitzung der engsten CSU-Führung. Bis dahin nehme er seine Aufgaben «in vollem Umfange wahr».

Er gebe damit der CSU «die Chance für einen personellen Neubeginn an der Spitze». Huber war 13 Monate lang Parteichef. Ein CSU-Sprecher ergänzte, auch CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer werde ihr Amt niederlegen, sobald der neue CSU-Chef einen neuen Generalsekretär bestimmt habe.

Alles spricht für Seehofer

Neuer Parteichef soll Seehofer werden, wie Wirtschaftsminister Michael Glos bestätigte. Der Parteivorsitz werde auf Seehofer hinauslaufen, sagte Glos am Rande einer Sitzung der CSU- Landesgruppe in Berlin.

Seehofer habe in der CSU eine breite Zustimmung. Glos fügte hinzu, wie die Mehrheit der Partei traue er Seehofer zu, die CSU erfolgreich zu führen.

Am Montagabend hatten sich Huber, Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein, Seehofer und mehrere andere Teilnehmer in München zu einem Krisengespräch getroffen.

Die CSU war bei der Landtagswahl am Sonntag von 60,7 auf 43,4 Prozent abgestürzt. Damit gab sie erstmals seit 46 Jahren ihre absolute Mehrheit im Freistaat ab. Beckstein hatte im Anschluss an das Krisengespräch am Montagabend vor Journalisten gesagt, er wolle die Koalitionsgespräche führen.

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(dapd)

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