Aktualisiert 20.10.2011 06:23

FrankenstärkeHuber+Suhner streicht 80 Arbeitsplätze

Der Kabelhersteller Huber+Suhner verlagert 80 Montagearbeitsplätze von Herisau nach Polen und Tunesien. Verantwortlich dafür sei die Frankenstärke.

Huber Suhner setzt dabei auf die natürliche Fluktuation, vorzeitige Pensionierungen und interne Versetzungen. Allerdings lassen sich Kündigungen nicht vermeiden. Das Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmervertretung läuft. Gemäss Huber Suhner besteht ein aktueller Sozialplan, den das Unternehmen mit freiwilligen Leistungen ergänzt.

Dazu gehören Hilfe bei der Stellensuche, Einkaufsleistungen bei vorzeitiger Pensionierung, Workshops für die Neuorientierung und mehr. Für Mitarbeitende, welche dennoch keine Stelle finden, verlängert das Unternehmen die Kündigungsfrist auf bis zu sechs Monate.

Wie Huber Suhner schreibt, handelt es sich bei den ausgelagerten Stellen um einfachere Montagearbeitsplätze. Zum Schritt gedrängt sich sich die Firma durch die Frankenstärke. Während sie weiterhin in kapital- und wissensintensive Arbeitsplätze in der Schweiz investiert, kann sie handwerklichere Montagetätigkeiten nicht mehr in der Schweiz halten.

Zudem erfolgt der Schritt gemäss dem Unternehmen im Rahmen der langfristigen Strategie «die richtige Tätigkeit am richtigen Standort». Huber Suhner schuf nach eigenen Angaben seit 2010 in der Schweiz rund 130 hochwertige Arbeitsplätze. Aktuell beschäftigt der Kabelhersteller in der Schweiz rund 1600 Personen, 900 davon in Herisau, 700 in Pfäffikon. (sda)

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