Mieser Mai: Hudelwetter vermiest den Start ins Sommergeschäft
Aktualisiert

Mieser MaiHudelwetter vermiest den Start ins Sommergeschäft

Das gute Wetter will und will nicht kommen. Die Badi-Beizen müssen bereits Mitarbeiter nach Hause schicken.

von
Claudio Gagliardi
Sascha Walk vom Restaurant Wylerbad wartet vergeblich auf Gäste. GAG

Sascha Walk vom Restaurant Wylerbad wartet vergeblich auf Gäste. GAG

«Petrus, du bist entlassen!», «Wanted: Sommer 2013» oder «Der kleine November soll bitte im Mai abgeholt werden»: Den Facebook-Usern in der ­Region Bern hängt der regnerische Frühling gehörig zum Hals raus.

Auch die Badi-Beizen klagen. Normalerweise essen um diese Jahreszeit täglich 100 Gäste auf der Terrasse des Restaurants Wylerbad Zmittag. «Diese Woche kam noch kein einziger Gast», sagt Sascha Walk von der Betreiberin Sportgastro AG. «Viele unserer Mitarbeiter sind Studenten. Die können sich nun auf ihre Prüfungen vorbereiten, denn ich habe kein Arbeit für sie.»

Auch bei Lieng Seav tönt es gleich. Der Kambodschaner betreibt zusammen mit seiner Frau das beliebte Asia-Beizli im Muribad. «Bei uns arbeiten viele Hausfrauen. Die müssen wir nun alle nach Hause ­schicken», sagt Seav.

Schlechtester Saisonstart droht

Keine Angst um ihren Job haben müssen die Matrosen auf dem Thunersee. «Unsere Schiffe fahren fast bei jeder Witterung», sagt Hans Meiner, Leiter BLS Schifffahrt.

Doch auch bei ihm bleiben die Passagiere aus. An guten Tagen befördert die BLS bis zu 6000 Gäste auf dem Thuner- und den Brienzersee. «Zurzeit ist es höchstens ein Drittel davon», so Meiner weiter.

Es droht ein desaströser Start in das Sommergeschäft: «Sollte es auch am Wochenende regnen, müssen wir wohl vom schlechtesten Saisonstart überhaupt sprechen», sagt Meiner.

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