Tränen im Zeugenstand: Hudson bricht bei Mordprozess zusammen

Aktualisiert

Tränen im ZeugenstandHudson bricht bei Mordprozess zusammen

Mit Tränen in den Augen hat Oscarpreisträgerin Jennifer Hudson im Prozess um die Tötung ihrer Mutter, ihres Bruders und ihres Neffen ausgesagt.

von
sim

US-Schauspielerin Jennifer Hudson ist am Montag bei ihrer Zeugenaussage gegen den Mann zusammengebrochen, der wegen Mordes an ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrem siebenjährigen Neffen vor Gericht steht. Sie war die erste Zeugin, die sich vor Gericht äusserte.

Die Oscar-Preisträgerin und Sängerin deutete bei der Frage des Staatsanwalts, ob sie den Angeklagten identifizieren könne, auf William Balfour. «Da sitzt er», sagte sie am Montag zum Prozessbeginn in dem Chicagoer Gericht. Als sie ihre Reaktion auf die Absicht ihrer Schwester Julia Hudson schilderte, Balfour zu heiraten, kämpfte sie mit den Tränen. «Niemand von uns wollte, dass er sie heiratet. Uns gefiel nicht, wie er sie behandelte.»

«Aber erst bringe ich deine Familie um»

Vor Gericht wies der 30-Jährige die Vorwürfe am Montag zurück und erklärte sich für «nicht schuldig» - ihm wird dreifacher Mord vorgeworfen. Balfour soll Julia Hudson bedroht haben, nachdem die Beziehung in die Brüche ging. Die Scheidung wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Staatsanwalt James McKay sagte, an Julia Hudsons Geburtstag ein Tag vor dem Angriff habe Balfour gedroht: «Wenn du mich jemals verlässt, werde ich dich umbringen - aber erst bringe ich deine Familie um.»

Hudsons 57-jährige Mutter und ihr 29-jähriger Bruder waren am 24. Oktober 2008 in ihrem Elternhaus im Süden Chicagos erschossen aufgefunden worden. Drei Tage später wurde auch Hudsons Neffe Julian, der Sohn ihrer Schwester Julia, in einem im Chicagoer Westen abgestellten Auto tot aufgefunden.

Nach Ansicht der Ermittler und der Staatsanwaltschaft wollte sich Balfour mit den Taten an seiner Frau rächen, weil sie die Scheidung wollte. (sim/dapd)

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