Höhlenforscher als Retter: Hündin «Baya» nach fünf Tagen aus Spalte befreit
Aktualisiert

Höhlenforscher als RetterHündin «Baya» nach fünf Tagen aus Spalte befreit

Nur weil ein Bauer ihr Wimmern hörte, ist Hündin Baya gerettet worden. Fünf Tage war sie im Jura in einer Höhle gefangen. Dann aber befreiten sie Höhlenforscher aus ihrem Gefängnis.

von
A. Ndiaye

Am 3.  Oktober ging der Jurassier ­Stefan R.* mit Baya im Wald jagen. Plötzlich war die Hündin weg. «Ich suchte sie bis Mitternacht und am nächsten Tag auch – vergeblich», erzählt der Besitzer des Bassets.

Zwei Tage nach dem Verschwinden des Hundes hörte ein Bauer ein Wimmern aus einer dunklen Felsspalte. Stefan R. erfuhr davon und begab sich zusammen mit einem Freund, der Höhlenforscher ist, zum Felsen.

Trotz Presslufthammer kein Erfolg

Baya war dort in zehn Metern Tiefe gefangen. Mit einem Presslufthammer versuchten die Helfer, die sechs Jahre alte Hündin zu befreien - ohne Erfolg. Mit einer Stange liessen sie Futter zu Baya herunter. Dann mussten sie ihre Aktion abbrechen.

Am nächsten Tag kam Stefan R. mit einem Team von fünf Höhlen­forschern zurück, um das Martyrium seiner besten Freundin endlich zu beenden. Vier Tage war die verängstigte und ­geschwächte Baya bis dahin schon in der Felsspalte gefangen.

«Nicht anderes zählte mehr»

Acht Stunden versuchten sie vergeblich, die Hündin zu befreien. Schliesslich gelang es: Einer der Helfer schaffte es, Baya am Nacken zu packen und sie aus der Spalte zu ­ziehen.

Stefan R. war   überglücklich: «Während all der bangen Stunden zählte für mich nichts anderes auf der Welt.» Inzwischen hat sich die Hündin gut  erholt. Nur ein Kratzer am Kinn zeugt noch von ihrem Sturz in die Spalte. *Name geändert

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