Suchhund: Hündin Laida jagt asiatische Käfer
Aktualisiert

SuchhundHündin Laida jagt asiatische Käfer

Urs Waldispühl aus Nottwil hat seine Hündin in Österreich zu einem Laubholzbockkäfer-Spürhund ausgebildet.

von
Zéline Odermatt
Urs Waldispühl und seine Hündin Laida suchen nach asiatischen Laubholzbockkäfern.

Urs Waldispühl und seine Hündin Laida suchen nach asiatischen Laubholzbockkäfern.

Wenn Urs Waldispühl (31) ruft: «Such den Käfer!», dann weiss Laida, was zu tun ist. «Für sie ist es ein Spiel. Aber sie arbeitet sehr konzentriert», so Wal­dispühl. Die vierjährige Labrador-Hündin sucht nach dem Anoplophora glabripennis, einem asiatischen Käfer, der vor allem Laubbäume befällt.

Laida ist erst der elfte Hund der Schweiz, der speziell für die Suche nach dem asiatischen Laubholzbockkäfer ausgebildet wurde. Der Bund hat gar einen Teil an die Ausbildung in der Ausbildungsstätte im österreichischen Oissach bezahlt. «Dem Bund ist es wichtig, dass die Hunde ausgebildet werden», weiss Waldispühl. Das Bundesamt für Umwelt stuft den asiatischen Schädling als besonders gefährlich und meldepflichtig ein. Denn befallene Bäume können innert weniger Jahre absterben. In Winterthur mussten beim bisher grössten Fall in der Schweiz 130 Bäume gefällt werden.

Die Eier des Käfers sind so gross wie ein Reiskorn

«Die Käfer sind erstmals 2011 in der Schweiz entdeckt worden. Die Larven sind auf Schiffen mit Holzpaletten nach Europa gekommen», so Baumpflegespezialist Waldispühl.

Für Menschen sei es schwierig, die Schädlinge zu entdecken. «Die Eier des Käfers sind etwa so gross wie ein Reiskorn», so Waldispühl. Deshalb setze man Hunde ein. «Am besten ist die Kombination Hund und Baumpfleger», sagt Wal­dispühl. Er ist stolz, dass Laida die Ausbildung mit Zertifikat abgeschlossen hat: «Jetzt üben wir einmal in der Woche, damit wir im Notfall bereit sind.»

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