Winden TG: Hündin wird derart getreten, dass ihr Auge herausfällt
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Winden TGHündin wird derart getreten, dass ihr Auge herausfällt

In Winden TG wurde kürzlich der Hund einer Leserin angegriffen. Ein Mann trat derart stark gegen das Tier, dass sein Auge schwer verletzt wurde. Dieses muss nun operativ entfernt werden.

von
Leo Butie

Hier siehst du, wie es Malteserhündin Lady am Sonntag geht.

Privat

Darum gehts

  • Ein Mann hat in Winden TG einen Hund getreten.

  • Dabei wurde das linke Auge stark verletzt.

  • Dieses muss nun operativ entfernt werden.

  • Die Besitzerin sowie ihre Familie stehen unter Schock.

  • Sie wollen am Montag Anzeige erstatten.

«Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen», sagt Borka Stojkovic aus Gossau SG, die Besitzerin der neunjährigen Malteserhündin Lady. Die Hündin wurde am Samstag in Winden TG schwer am Kopf verletzt. So sehr, dass das linke Auge bald operativ entfernt werden muss. Ereignet hat sich der Vorfall bei der Wirtschaft zum Klösterli.

Dort ist Stojkovic zusammen mit ihrem Mann Mitglied im Boccia-Verein. Mehrere Mitglieder des Vereins waren mit Aufräumarbeiten beschäftigt nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tagen. Zur gleichen Zeit werden Arbeiten bei einem Restaurant getätigt, das sich im gleichen Gebäude befindet. Mit dabei war am Samstag auch Hündin Lady. «Sie ist harmlos, aber sie bellt fremde oder unerwartet auftretende Personen an», so Stojkovic. Eine Person, die sie immer wieder anbellt, ist ein Mann, der beim Restaurant Renovierungsarbeiten durchführt und ihnen öfters begegnet.

Mit Stahlkappenschuh getreten

Als der Mann auf das WC des Restaurants geht, bellt die Hündin ihn an und läuft auf ihn zu. «Er hat mit dem Schuh eine Bewegung gegen Lady gemacht, hat sie aber nicht getroffen», erzählt Stojkovic. Als er aus dem WC gekommen sei, habe die Hündin erneut gebellt. Dann sei alles ganz schnell gegangen. «Der Mann kniete herunter und schlug Lady zuerst mit einem Holzmeter, bevor er sie mit seinem Stahlkappenschuh am Kopf traf», sagt die Gossauerin. Als es passierte, wollte ihr Ehemann auf den Mann los, doch dann bemerkten sie, wie schlimm Lady zugerichtet worden war. «Einer unserer Vereins-Mitglieder sah, wie Lady’s linkes Auge heraushing», erzählt sie.

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Lady, eine neunjährige Malteserhündin, muss notfallmässig betreut werden. Ihr linkes Auge wurde schwer verletzt. 

Lady, eine neunjährige Malteserhündin, muss notfallmässig betreut werden. Ihr linkes Auge wurde schwer verletzt.

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Ein Mann hat sie mit seinem Schuh am Kopf getroffen. 

Ein Mann hat sie mit seinem Schuh am Kopf getroffen.

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Das Auge muss herausoperiert werden

Es kam zu einem heftigen Wortgefecht zwischen dem Mann und der Familie des Hundebesitzer. Dann sei man direkt mit der Hündin in eine Kleintier-Klinik nach Herisau AR. Dort habe man versucht, das Auge zu retten. Doch dann habe man beschlossen, es nur notfallmässig zu fixieren.

Spätestens am Dienstag soll Lady operiert werden, damit das Auge entfernt werden kann. Im besten Falle könne die Hündin mit einem Auge weiterleben. Doch es könne auch sein, dass man die Hündin einschläfern müsse. «Wir sind jetzt auf Abruf bereit und werden sofort ins Tierspital gehen, falls sich ihr Zustand verschlechtert», sagt die Gossauerin.

Keine böse Absicht

20 Minuten konnte auch den Beschuldigten erreichen. Dieser streitet nicht ab, dass er der Hündin einen «Schupf» gegeben habe. «Der Hund hat mich zwei Mal angegriffen und mich an der Hose gepackt, beide Male haben die Besitzer den Hund nicht zurückgepfiffen», sagt er. Die Besitzer bestreiten, dass die Hündin ihn je angegriffen hat.

Er sei in der Vergangenheit bereits von Hunden angegriffen worden und habe deshalb Mühe mit Vierbeinern. «Beim zweiten Mal, als ich wieder vom WC zurückkam, habe ich mit meinem Holzmeter gegen den Hund gewedelt und ihn mit meinem Schuh weggeschubst.» Es sei sicherlich nicht seine Absicht gewesen, den Hund derart zu verletzen. Man habe gesagt, man hole die Polizei, doch diese sei nie aufgetaucht. «Dann bin ich wieder gegangen», meint er.

Laut den Besitzern hat sich die Lage der Hündin zwar stabilisiert, sie leide aber sichtlich. «Sie isst nichts mehr und läuft immer in die Wand oder ins Sofa», sagt Stojkovic. Am Montag möchten sie und ihr Mann Anzeige gegen den Hundetreter erstatten. «Ich will, dass er sich vor Gericht für seine Tat verantworten muss», so Stojkovic.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Tierschutz Schweiz (anonym möglich)

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