03.09.2015 15:02

Fredy Bickel

«Hütter weiss mehr, als viele denken»

YB-Sportchef Fredy Bickel gibt zu, dass er Vorbehalte gegenüber Adi Hütter hatte. Aber der Österreicher habe diese überzeugend beseitigt.

von
pbt

Der 45-jährige Vorarlberger Adi Hütter wird Nachfolger von Uli Forte als YB-Trainer. Das überrascht selbst Fredy Bickel etwas. Der YB-Sportchef gesteht, dass er Hütter zuvor nur aus Zeitungsartikeln und TV-Beiträgen kannte. «Ich bin deshalb nicht mit grösster Zuversicht in die Gespräche mit ihm gegangen. Doch er hat mich überzeugt», so Bickel. «Hütter spricht klar, ist offen und zielorientiert und steht mit beiden Beinen auf dem Boden.»

Zum ersten Mal in seinen 16 Jahren als Sportchef hat Bickel einen Trainer engagiert, den er zuvor nicht kannte und der Ausländer ist. «Ich musste meinen Fächer tatsächlich öffnen. Doch der Pass spielte nie eine Rolle», betont Bickel. Aber erfüllt der Österreicher denn die Vorgabe, mit der Super League vertraut zu sein? Dazu Bickel: «Er ist im Vorarlberg nahe der Grenze aufgewachsen. Er weiss mehr über die Super League, als viele denken. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er beim FC Basel ein Stage absolviert hat.» Dass Hütter nicht Französisch spricht, sei zudem kein Problem, so Bickel. Alle verstünden Deutsch. Sanogo ist der schwierigste Fall. Und Hoarau? «Der versucht sogar, Berndeutsch zu sprechen, nur gelingt ihm das nicht so, wie er sich das vorstellt.»

Start mit Gämperle

Hütter nimmt seine Arbeit in Bern am Montag auf. Vorerst startet er mit Interimscoach Harald Gämperle als Assistent. Sollte die Zusammenarbeit aber nicht Hütters Vorstellungen entsprechen, darf er einen eigenen Assistenten bestimmen.

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