Aktualisiert 14.11.2011 22:52

Zum Fressen gern«Humphrey» beisst sein Herrchen tot

Die Liebe zu exotischen Haustieren kann tödlich enden. So auch die bizarre, sechsjährige Vater-Sohn-Beziehung zwischen Marius und Nilpferd «Humphrey» aus Südafrika.

von
kub

Irgendwann während ihrer knapp sechsjährigen Beziehung sagte Marius Els einem Reporter, dass sein bester Freund, das Nilpferd Humphrey, schon etwas gefährlich sein kann. Er meinte damals, dass es gefährlich sein kann, auf dem Rücken des 1200 Kilo schweren Tieres über den Fluss ans andere Ufer zu gelangen. Diesen Ritt machte der Südafrikaner oft. Er sei wie ein Mensch, sein Humphrey. Man könne nicht nur herkömmliche Haustiere wie Katzen und Hunde gern haben, sondern auch gezähmte wilde Tiere.

Der 40-jährige Armeemajor und Teilzeitfarmer liebte sein Nilpferd Humphrey wie «seinen eigenen Sohn», wie er selber sagte. Marius hat das Tier auf seiner Farm in der Provinz Freistaat aufgezogen, seit es mit fünf Monaten bei einer Überschwemmung des Vaal-Flusses alleine aufgefunden worden war. Aus noch ungeklärten Gründen biss Humphrey in der vergangenen Nacht Marius tot, wie die südafrikanische Nachrichtenagentur Sapa berichtete. Der Offizier starb später an den Verletzungen.

Gefährlich und blitzschnell

Els' Frau Louise sagte, bereits früher hätte es immer wieder Probleme mit Humphrey gegeben. Das schreibt der «Guardian». Im März dieses Jahres seien ein 52-Jähriger mit seinem 7-jährigen Sohn von Humphrey gejagt worden, als sie im Fluss mit dem Kanu paddelten. Das Paar musste von Ärzten gerettet werden.

Nilpferde haben riesige Zähne und sind trotz ihres immensen Gewichts blitzschnell. Über sie wird gesagt, dass sie jährlich mehr Menschen töten als Löwen, Elefanten, Nashörner, Leoparden und Büffel zusammen.

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