Basel: Hund beisst Kleinkind ins Gesicht

Aktualisiert

BaselHund beisst Kleinkind ins Gesicht

Ein 2-Jähriger Junge ist in Basel von einem Hund angefallen und ins Gesicht gebissen worden. Das Kind musste ins Spital gebracht werden. Der Hund hat schon mehrmals zugebissen und hätte eigentlich einen Maulkorb tragen müssen.

Das Kind wurde ins Universitätsspital Bruderholz eingeliefert, wo es ärztlich versorgt werden musste, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilte. Der Hund, mit dem es bereits mehrere Vorfälle gab und für den veterinärärztliche Verfügungen bestanden, wurde durch den Basler Kantonstierarzt mit Unterstützung der Diensthundegruppe der Polizei beim Halter abgeholt und eingezogen. Gegen den Hundehalter wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Das Tier - ein Mischling des australischen Wildhundes Dingo - hätte eigentlich einen Maulkorb tragen müssen, wie es dem Hundehalter durch eine frühere Verfügung vorgeschrieben wurde, wie Kriminalkomissär Markus Melzl gegenüber 20 Minuten Online sagte.

Das gebissene Kind sei zwar wohlauf, müsse jedoch in Spitalpflege bleiben, da Hundebisse auf Grund des Infektionsrisikos heikel seien, so Melzl. Was mit dem Hund nun geschehe, sei noch nicht klar. Es werden Wesenstests mit dem Tier durchgeführt, um seine Gefährlichkeit abzuschätzen, so Melzl. Der Hund werde aber nicht zwingend eingeschläfert: «Eine Umplatzierung kommt ebenso in Frage», erklärt Melzl.

Zu dem Vorfall kam es kurz vor 11.30 Uhr vor einem Einkaufsladen, wo der Hund angebunden war. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wiesen Staatsanwaltschaft und Polizei darauf hin, dass Hundehalter verpflichtet sind, jederzeit ihren Hund unter Kontrolle zu halten. Gerade angebundene Hunde könnten unvorhersehbar reagieren, weil ihnen dadurch ein Ausweichen verunmöglicht werde.

(sda/kbr)

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