Hund könnte die US-Präsidentschaft kosten
Aktualisiert

Hund könnte die US-Präsidentschaft kosten

Die Präsidentschafts- Bewerbung des Republikaners Mitt Romney ist buchstäblich auf den Hund gekommen: Tierschützer und Internet-Blogger werfen ihm Tierquälerei vor.

Bei den US-Wahlen werden regelmässig die Sünden der Kandidatinnen und Kandidaten ans Licht gezerrt - egal wie lange es her sein mag. Der Republikaner Mitt Romney gerät jetzt in die Bredouille, weil er vor 24 Jahren seinen Irish Setter «Seamus» bei der zwölfstündigen Fahrt von Boston nach Ontario in einem Zwinger auf dem Dach des Familienautos transportiert hat.

Das sei im US-Staat Massachusetts als unnötig grausam verboten, schrieb Blogger Steve Benen. Die Präsidentin der Tierschutzorganisation PETA schrieb im «Swampland»-Blog des Nachrichtenmagazins «Time»: «Man würde auch nicht sein Kind auf das Dach eines Autos schnallen, und deshalb geht das auch nicht mit dem Familienhund.»

Der Hund habe zwar hinter einer Art Windschutz kauern können, soll aber doch zum Herzerweichen gejault haben und sein Unwohlsein auch sichtbar zum Ausdruck gebracht haben. Als sich Romneys ältester Sohn Tagg und seine vier Brüder über die braune Brühe beschwerten, die die Heckscheibe herunterlief, habe Romney an einer Tankstelle gehalten, sich einen Wasserschlauch geborgt und Hund und Auto abgespritzt. Danach habe er seelenruhig die Fahrt fortgesetzt.

Die Geschichte wurde diese Woche im «Boston Globe» eigentlich in der Absicht wieder aufgetischt, um Romneys Fähigkeiten zum Krisenmanagement zu illustrieren. Der Präsidentschaftsbewerber wies die Aufregung um den Zwischenfall zurück: Der Hund sei gerne auf dem Dach gereist. «Er ist da jedes Mal hochgekrabbelt, wenn wir Ausflüge gemacht haben», sagte er am Donnerstag in Pittsburgh. «Er ist da freiwillig hin und hat es genossen.» (dapd)

Deine Meinung