13.09.2017 10:47

Oberseetal GLHund stirbt an einer Überdosis Insektizid

Kurz nach einem Spaziergang am Obersee in Näfels GL starben diesen Sommer drei Hunde. Untersuchungen zeigen, dass mindestens ein Vierbeiner vergiftet worden ist.

von
tam
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Am Obersee in Näfels wurden vermutlich vergiftete Köder ausgelegt. Tierarzt Hanspeter Weber sagt, dass das Gift nur über Köder in die Hunde gelangt sein könne. Er rät den Hundehaltern, ihre Vierbeiner anzuleinen.

Am Obersee in Näfels wurden vermutlich vergiftete Köder ausgelegt. Tierarzt Hanspeter Weber sagt, dass das Gift nur über Köder in die Hunde gelangt sein könne. Er rät den Hundehaltern, ihre Vierbeiner anzuleinen.

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Drei Hunde starben diesen Sommer kurz nach einem Spaziergang am Obersee in Näfels. Einer wurde vergiftet, einer starb eines natürlichen Todes und einer wurde nicht untersucht.

Drei Hunde starben diesen Sommer kurz nach einem Spaziergang am Obersee in Näfels. Einer wurde vergiftet, einer starb eines natürlichen Todes und einer wurde nicht untersucht.

Keystone/Arno Balzarini

Die Hundehalter im Glarnerland sind verunsichert. Bei Näfels GL starben diesen Sommer drei Hunde. Niemand wusste, warum sie unter Schmerzen innert kürzester Zeit verendeten. Giftköder und Blaualgen standen als mögliche Erklärungen im Raum.

Nun ist klar, dass einer der verstorbenen Vierbeiner vergiftet wurde, wie die Südostschweiz schreibt. «Im Körper des Husky-Welpen konnte eine grosse Menge Insektizid nachgewiesen werden», sagt Tierarzt Hanspeter Weber. So eine grosse Menge liege nicht einfach so in der Wiese herum. Das Gift sei vermutlich als Köder getarnt gewesen. Hunde würden das Insektizid ohne Köder nicht fressen.

Polizei ermittelt weiter

Ein zweiter Hund sei eines natürlichen Todes gestorben. Der dritte Vierbeiner sei nicht untersucht worden. «Aufgrund der Symptome liegt es aber nahe, dass auch dieser vergiftet wurde», so Weber. Blaualgen, die ebenfalls zur Diskussion standen, kann der Tierarzt ausschliessen.

Für die Kantonspolizei Glarus ist der Fall noch nicht abgeschlossen, weil Ort und Zeit der Vergiftung noch nicht geklärt werden konnten. Ebenfalls unklar ist weiterhin, wer die Giftköder verteilt hat. Den Hundehaltern rät Weber deshalb, die Hunde an der Leine zu halten und auf sie aufzupassen.

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