Aktualisiert 26.10.2010 11:08

Aufmerksame Vierbeiner

Hunde erkennen das Gesicht ihres Besitzers

Die lange Zeit der Domestizierung hat bei den Hunden Spuren hinterlassen: Sie sind viel stärker auf Herrchen und Frauchen fixiert, als bisher angenommen wurde.

Die Studie, die von der Universität in Padua, Italien, durchgeführt wurde, zeigt auf, wie sehr Hunde auf ihr Herrchen oder Frauchen fixiert sind. Und wie sehr sie darauf angewiesen sind, das Gesicht ihres Besitzers zu sehen, um ihn oder sie zu erkennen.

Für die im Magazin «Animal Behaviour» vorgestellte Studie liess man laut «BBC Online» vor einem Hund dessen Besitzer und eine dem Tier fremde Person mehrere Male hin- und hergehen. Die Wege der beiden Personen hätten sich jeweils gekreuzt, so dass die Forscher messen konnten, wie lange das Tier jeweils einem Menschen nachschaute. Dann haben die Personen den Raum durch zwei verschiedene Türen verlassen.

Laut dem Studienleiter Paolo Mongillo hätten die meisten Hunde die längste Zeit ihrem Herrchen oder Frauchen nachgeschaut. Anschliessend hätten sie bei der Tür gewartet, durch die der Besitzer verschwunden sei.

Dieses Verhalten sei zwar zu erwarten gewesen, doch bisher sei es noch nie überprüft worden.

Sack über dem Kopf

Während dem zweiten Teil der Studie, wurden die Gesichter der Menschen von einem Sack über den Kopf verhüllt. Und tatsächlich seien die Hunde nicht mehr so sehr auf ihren Besitzer fixiert gewesen wie im ersten Teil.

Dr. Mongillo geht davon aus, dass dieses Verhalten der Hunde ein Nebeneffekt der zwischen 15 000 und 40 000 Jahren, seit denen Tiere vom Menschen domestiziert werden, sei.

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