Am 25. Juni in Meilen ZH: Hunde-Freaks organisieren Openair für Vierbeiner
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Am 25. Juni in Meilen ZHHunde-Freaks organisieren Openair für Vierbeiner

Das neue «Hund am See Openair» will anders sein als klassische Hunde-Messen: Es gibt Tätowierer, Physiotherapeuten, Glace, Sound – natürlich alles für Fifi.

von
rom

Das Interview mit den Organisatorinnen des Openairs.

Hoch über dem Zürichsee, auf der Pferdesportanlage Pfannenstiel in Meilen, dreht sich am 25. Juni alles rund um den Hund – am ersten «Hund am See» Openair. Wer nun an Musik denkt, liegt nicht ganz falsch: Auf dem Areal wird Sound laufen. «Aber leise, damit es für die Hunde angenehm ist», sagt Rosa Merkli, die den Event zusammen mit Elli Panagopoulos organisiert.

Merkli ist 26 Jahre alt und betreibt in Zürich-Leimbach den Lovely-Dogs-Shop. Panagopoulos ist 28 und stellt Hunde-Spielzeug aus Hanf her. Die beiden bezeichnen sich mit Blick auf ihr Alter und ihre ausgefallenen Produkte als «Küken und Freaks in der Hunde-Szene». Merkli sagt: «Wir haben schon viele Hunde-Messen besucht und überall das Spezielle vermisst – also sagten wir uns, dann stellen wir doch selber etwas auf die Beine.»

Hunde-Glace mit Rüebli

Und so finden sich unter den 45 Ausstellern statt grosser Namen viele unbekannte Schweizer Klein-Unternehmer. Da ist beispielsweise eine Goldschmiedin, die aus dem Pfotenabdruck des Hundes Schmuckstücke wie Ohrringe fertigt. Oder es hat einen Stand mit Hunde-Glace. Dieses wird aus laktosefreier Milch hergestellt und mit Banane, Äpfel oder Rüebli getoppt.

«Die Nachfrage war riesig, wir hätten locker 150 Aussteller buchen können», sagt Merkli. Doch viele hätten nicht in ihr Konzept gepasst. «Viele herkömmliche Tierfutter-Hersteller arbeiten beispielsweise mit Tierversuchen – so etwas kommt für uns nicht in Frage.»

Das «Hund am See Openair» will aber nicht nur «Geheimtipps der Schweizer Hunde-Szene» zeigen, sondern auch unterhalten: So gibt es etwa eine Trüffelsuche, ein Check-up beim Hunde-Physiotherapeuten und ein Tätowierer sticht Hündelern die Visage ihres Lieblings auf den Arm.

Bis zu 2000 Besucher erwartet

Anders als bei vielen Indoor-Hundemessen darf man den Vierbeiner sogar mitnehmen. Bedenken, dass es bei so vielen Hunden Probleme geben könnte, hat Merkli keine: «Das Areal ist weitläufig, es gibt Stand-freie Gebiete, eine kleine Spielzone und zudem schauen Hundebetreuer nach dem Rechten.» Selbstverständlich gelte Leinenpflicht.

Glück hatte Merkli mit dem Austragungsort: «Erst vor zwei Monaten erhielten wir die Zusage – die Suche nach einem eingezäunten, gepflegten und in der Natur gelegenen Areal war schwieriger als wir gedacht haben.» Je nach Wetter rechnet Merkli mit 1000 bis 2000 Besuchern plus Hunderten Hunden. Der Eintritt und die Parkplätze sind gratis. Kommt der Event bei den Leute gut an, soll er jährlich im Juni wiederholt werden.

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