Image-Kampagne: «Hunde machen ihre Besitzer glücklicher»
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Image-Kampagne«Hunde machen ihre Besitzer glücklicher»

«Geben Sie dem besten Freund des Menschen den Platz
in der Gesellschaft, den er verdient», fordert eine neue Plakatkampagne. Ein Mitinitiant erklärt sich.

von
ann
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Die Plakatkampagne zeigt fünf verschiedene Sujets, die von unterschiedlichen Partnern unterstützt werden. Dieses Plakat soll vermitteln, dass Hunde gesund sind.

Die Plakatkampagne zeigt fünf verschiedene Sujets, die von unterschiedlichen Partnern unterstützt werden. Dieses Plakat soll vermitteln, dass Hunde gesund sind.

Die Kampagne startet Mitte Juli und wird in der Deutschschweiz und vor allem im Raum Zürich aufgehängt.

Die Kampagne startet Mitte Juli und wird in der Deutschschweiz und vor allem im Raum Zürich aufgehängt.

Die Initianten wollen all jene Aspekte herausstreichen, die Hunde zum besten Freund des Menschen machen.

Die Initianten wollen all jene Aspekte herausstreichen, die Hunde zum besten Freund des Menschen machen.

Herr Frei, Ihre Zeitschrift «Welt der Tiere» macht zusammen mit mehreren Partnern eine Kampagne* für Hunde. Weshalb?

Aus unserer Sicht kommen Geschichten über Hunde immer dann gross, wenn etwas Negatives passiert ist. Zum Beispiel nach einem Beissvorfall. Dabei gibt es so viel Positives über Hunde zu berichten.

Was denn genau?

Hunde helfen dem Menschen in so vielen Lebensbereichen. Wir haben Blindenhunde, Therapiehunde, Suchhunde, Begleithunde etc. Darauf müsste man den Fokus richten. Aber das wird als selbstverständlich wahrgenommen.

Haben Hunde keine Lobby?

Da hapert es wirklich, ja. In den letzten Jahren wurden mit dem Hundegesetz vor allem die Gefahren in den Vordergrund gerückt, die vom Hund ausgehen. Jetzt wollen wir aufzeigen, dass viel mehr Hunde das Leben von Menschen verbessern und Leistungen für die Gesellschaft erbringen.

Aber helfen denn alle Hunde Menschen?

Im Prinzip schon. Ich würde sagen, praktisch alle Hunde machen ihre Besitzer glücklicher. Leute, die Hunde haben, sind ausgeglichener. So empfehlen auch Psychiater oder Psychologen Leuten mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen oft, sich einen Hund zu halten. Ausserdem bewegen sich Leute, die Hunde haben, mehr und sind darum wohl auch gesünder und fitter. Auch hier gibt es Ärzte, die zum Beispiel Herzpatienten empfehlen, sich einen Hund anzuschaffen.

Wollen Sie denn auch gesetzliche Änderungen anstossen?

Wenn Sie eine Initiative meinen – nein, das haben wir nicht im Sinn. Aber es gibt schon Kräfte, die versuchen, politischen Einfluss zu nehmen. Das Hundegesetz finde ich etwa eine gute Sache. Schwierig ist, dass in jedem Kanton wieder andere Gesetze gelten. Ideal wäre ein nationales Gesetz. Die Rassenliste finde ich persönlich einen Blödsinn. Es gibt in jeder Rasse einzelne Hunde, die ein Gefahrenpotential aufweisen. Es ist nicht rassentypisch. Und verbietet man gewisse Rassen, so werden genau diese Hunde für eine nicht über alle Zweifel erhabene Zielgruppe interessant. Ergo ist ein Verbot eher kontraproduktiv.

* Die Kampagne wird unterstützt von Petfinder.ch, «Welt der Tiere», Meiko, Redog, Vier Pfoten, Animal-Happyend, Animal Trust, Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde.

Beat Frei ist Herausgeber der Zeitschrift «Welt Der Tiere» und Präsident von «petfinder.ch», einem Verein für Tiervermittlung und Tierschutz

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