Hundedreck stoppt YB nicht
Aktualisiert

Hundedreck stoppt YB nicht

Titelkandidat YB rennt im Hundekot.
Die Berner lassen sich dadurch auf dem
Trainingsareal nicht irritieren.

von
Peter Berger

Berner Allmend, Donnerstag, 14.55 Uhr: Ein Hundebesitzer macht mit seinem Vierbeiner Übungen. Wenig später erscheinen Hakan Yakin, Marco Wölfli und Co. Weil im Stade de Suisse der EM-Rasen verlegt wird, muss YB ausserhalb des Stadions trainieren. Bloss, auf der Allmend liegt Hundekot, nur im besten Fall in einem Robidog-Plastiksack eingepackt.

Diese Verhältnisse sind nicht meisterwürdig. «Doch wir lassen uns durch keinen Dreck aufhalten», sagt Trainer Martin Andermatt. Auch Stadion-CEO Stefan Niedermaier gibt zu: «Dass ein Profiteam im Hundedreck rennen muss, ist bedenklich. Aber wir sind uns dafür nicht zu schade.» Denn YB ist dankbar, dass überhaupt auf der Allmend trainiert werden darf. Die Anlage gehört der Stadt Bern. «Wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht», sagt Kurt Bachofner vom städtischen Sportamt. YB darf deshalb auch im Leichtathletikstadion trainieren. «Bloss muss ich diesen Platz ab und zu schonen», erklärt Andermatt. Bachofner sind die Hände gebunden: «Andere Angebote haben wir nicht.» Der Stadt fehlen seit Jahren 18 Sportplätze. Nur die Hundehalter könnten derzeit dafür sorgen, dass es im YB-Training nicht stinkt.

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