Aktualisiert 21.03.2006 18:54

Hundeführer des Folterknasts verurteilt

Ein US-Militärgericht hat einen US-Soldaten wegen der Misshandlung von Gefangenen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib schuldig gesprochen. Ihm drohen bis zu 24 Jahre und sechs Monate Gefängnis.

Der 24-jährige Feldwebel Michael Smith wurde am Dienstag in sechs von 13 Anklagepunkten für schuldig befunden. Ihm blüht die bislang längste Haftstrafe gegen einen Anklagten im Folterskandal von Abu Ghraib.

Die Geschworenen des Militärgerichts in Fort Meade im US-Staat Maryland verhandelten an drei Tagen für insgesamt rund 18 Stunden, bevor sie zu einem Urteil kamen. Sie sprachen Smith schuldig, zu seinem eigenen Vergnügen mit einem Schäferhund fünf Häftlinge eingeschüchtert zu haben. Über das Strafmass wollten sie am Nachmittag (Ortszeit) beraten. Ein weiterer Hundeführer steht wegen ähnlicher Vorwürfe am 22. Mai vor Gericht.

Bislang wurden zehn andere US-Soldaten wegen der Misshandlung von Gefangenen in Abu Ghraib verurteilt. Die höchste Strafe erhielt der Gefreite Charles Graner, der zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde. (dapd)

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