Hundegesetz: Leine für Kampfhunde wird kürzer

Aktualisiert

Hundegesetz: Leine für Kampfhunde wird kürzer

Neu müssen
Kampfhunde versichert
und angemeldet
werden. Das neue
Hundegesetz verbietet
zudem, dass Halter
von Kampfhunden
noch weitere Hunde
besitzen.

Mit 46824 zu 8347 Stimmen wurde gestern das neue Hundegesetz in Baselland angenommen. Die Vorlage verbietet die Haltung weiterer Hunde in einem Haushalt, wo schon ein potenziell gefährlicher Hund lebt. Zudem hat die Regierung neu die Kompetenz zum Verbot bestimmter Hunderassen. Madeleine Göschke von den Grünen Baselland hat mit diesem Ergebnis gerechnet: «Viele Leute haben einfach Angst vor diesen Hunden. Es war höchste Zeit, dass unser Hundegesetz verschärft wird.» Ganz zufrieden ist sie aber nicht: «Damit die Regierung einschreiten kann, muss zuerst etwas passieren. Ich wünschte mir ein striktes Kampfhundeverbot.»

Thomas de Courten von der SVP Baselland dagegen meint: «Es gibt keine generell gefährlichen Hunde.» Hunde würden nicht aufgrund ihrer Rasse angreifen und beissen. «Dass ein Hund zur Gefahr wird, liegt an der falschen Haltung», sagt er. De Courten glaubt nicht, dass das neue Gesetz etwas taugt. Kantonstierarzt Ignaz Bloch ist anderer Meinung. Die Pflichten der Hundehalter seien klarer und bei Zwischenfällen könne schneller gehandelt werden.

Yvonne Eisenring

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