Polizei als Retter in der Not: Hunden droht im Auto der Hitzetod
Aktualisiert

Polizei als Retter in der NotHunden droht im Auto der Hitzetod

Die hohen Temperaturen machen Menschen und Tieren zu schaffen. Hunde leiden besonders unter der Hitze. Bei Rettungsaktionen schlägt die Polizei auch mal ein Autofenster ein.

von
Claudio Gagliardi

Allein am Montag musste die Stapo St. Gallen drei Vierbeiner vor dem Hitzetod retten. «Ein Hund war bei geschlossenem Autofenster ohne Wasser der glühenden Hitze ausgesetzt», sagt Benjamin Lütolf, Mediensprecher der Stapo. Die Beamten schlugen darum die Scheiben des Autos ein und befreiten den Hund aus seinem ­heissen Gefängnis. Doch auch Hunde, die über längere Zeit angeleint werden, seien in Gefahr. Da die Sonne wandere, könne ein Hund nach kurzer Zeit bereits in der prallen Sonne stehen, so Lütolf.

Auch Reinhold Zepf vom Thurgauer Tierschutzverband mahnt die Hundebesitzer: «Im Innern eines Autos, das an der prallen Sonne steht, kann es schnell 40 bis 50 Grad warm werden. Da nützen auch geöffnete Fenster nichts.» Bei solchen Temperaturen kollabiere der Kreislauf des Tieres. «Innerhalb einer Stunde verendet der Hund kläglich», sagt Zepf. Nicht einmal im Schatten sind eingesperrte Hunde sicher. «Bei diesen Temperaturen verwandelt sich ein Auto auch ohne direkte Sonneneinstrahlung in einen Backofen», so Zepf weiter. Er rät darum, Hunde gar nicht erst im Auto zu lassen. «Entweder man nimmt den Hund überall mit hin oder lässt ihn ganz zu Hause.»

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