Albtraum in Thailand: Hunderte Ausländer leben auf der Strasse

Aktualisiert

Albtraum in ThailandHunderte Ausländer leben auf der Strasse

Thailand gilt als Auswanderer- und Rentnerparadies, in dem es sich mit wenig Geld fürstlich leben lässt. Aber die Zahl der Ausländer, die in Schwierigkeiten geraten, wächst.

Tausende Thais - und immer mehr Ausländer leben in Thailand auf der Strasse.

Tausende Thais - und immer mehr Ausländer leben in Thailand auf der Strasse.

Die Zahl der obdachlosen Thailänder liegt bei rund 30'000, die Zahl obdachloser Ausländer, überwiegend aus Europa, Australien und den USA, bei 200, schätzt die Organisation für Obdachlosenhilfe Issarachon. «Es gibt immer mehr obdachlose Ausländer», sagt Natee Saravari, Generalsekretär der Stiftung. Thailand habe kein soziales Netz, das die Ausländer auffange.

«Man sieht sie in Pattaya vor Schnellrestaurants, wo sie im Abfall nach Essbarem suchen oder Restaurantbesucher anbetteln», sagt Natee: «Wir schätzen, dass 40 Prozent der obdachlosen Thailänder psychisch krank sind, aber die meisten obdachlosen Ausländer sind Alkoholiker.»

Regierung soll helfen

Die Stiftung hat die Regierung aufgefordert, zusammen mit den Botschaften Hilfe für die gestrandeten Ausländer zu organisieren. «Unsere Ausländergesetze sind altmodisch und bieten bei den Ausländerrechten wenig», sagt Buaphan Promphakping, Professor für Sozialwissenschaften an der Khon Kaen-Universität: «Sie sollten angepasst werden.»

Die unabhängige Anlaufstelle Swiss Support Swiss steht Schweizer Auswanderern in Thailand mit Beratung zur Seite. Eine Webseite hält ausserdem Tipps für den Umgang mit Behörden bereit. Finanzielle Unterstützung leistet die Anlaufstelle nicht. (sda)

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