Hunderte Schweizer Autoposer sorgen in Deutschland für Chaos
Aktualisiert

AUS DER NACHBARSCHAFTHunderte Schweizer Autoposer sorgen in Deutschland für Chaos

Deutsche Einsatzkräfte waren am Samstagabend an verschiedenen Orten damit beschäftigt, die Poser-Szene in den Griff zu bekommen. Grösstenteils waren es Schweizer Autos.

von
Alexandra Maria-Victoria Andrist
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Am Samstagabend kam es im Landkreis Konstanz (D) an insgesamt drei örtlichen Schwerpunkten zu Einsatzmassnahmen gegen die massiv auftretende Tuning- und Auto-Poserszene. (Symbolbild)

Am Samstagabend kam es im Landkreis Konstanz (D) an insgesamt drei örtlichen Schwerpunkten zu Einsatzmassnahmen gegen die massiv auftretende Tuning- und Auto-Poserszene. (Symbolbild)

imago images/Ralph Peters
Ab 00.30 Uhr fuhr ein Grossteil der Fahrzeuge über die städtischen Grenzübergänge in die Schweiz aus. In den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Lage merklich. (Symbolbild)

Ab 00.30 Uhr fuhr ein Grossteil der Fahrzeuge über die städtischen Grenzübergänge in die Schweiz aus. In den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Lage merklich. (Symbolbild)

Polizei BL
Die Auto-Poser sorgten dafür, dass zahlreiche Einsatzkräfte damit beschäftigt waren, die Lage in den Griff zu bekommen. (Symbolbild)

Die Auto-Poser sorgten dafür, dass zahlreiche Einsatzkräfte damit beschäftigt waren, die Lage in den Griff zu bekommen. (Symbolbild)

Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

  • In Deutschland kam es an verschieden Orten zu grossen Treffen der Tuning-Szene.

  • Ein grosser Anteil der Autos hatte eine Schweizer Zulassung.

  • Die Polizei war den ganzen Abend damit beschäftigt, die Treffen aufzulösen.

  • Gegen 02.00 Uhr beruhigte sich die Lage wieder.

Am späten Samstagabend kam es in Deutschland im grenznahen Gebiet zu einem grossen Aufmarsch der Tuning- und Poserszene. Die Polizei musste gleich an mehreren Orten eingreifen. Als Erstes fiel die massiv auftretende Tuning- und Poserszene im Stadtgebiet von Singen auf und trat im Bereich des Einkaufszentrums auf dem dortigen Parkplatz in Erscheinung. Gemäss einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Konstanz fuhren über 300 Fahrzeuge vor, ein grosser Anteil davon mit Schweizer Zulassung. Sie störten den Betrieb der dortigen Geschäfte, da für Einkaufskunden keine Parkplätze mehr frei waren. Die Fahrzeuginsassen versammelten sich grösstenteils auf dem Parkplatz und liessen sich mit Campingausrüstung, Grills und Shisha-Pfeifen nieder. Der Aufforderung, den Parkplatz zu räumen, wurde nur zögerlich Folge geleistet.

Kilometerlanger Poser-Stau

Die Szene verlegte sich daraufhin in den Bereich Stockach. Ab 22.15 Uhr kam es aus diesem Grund zu Einsatzmassnahmen im Industriegebiet an der Anschlussstelle Stockach-Ost. Durch die Szenenfahrzeuge war innerhalb kürzester Zeit das dortige Industriegebiet komplett blockiert, sodass weiter anfahrende Autos für Stau sorgten. Das Stau-Ende lag zeitweise einen Kilometer vor der Anschlussstelle. Im Stau waren ausschliesslich Fahrzeuge der Tuningszene, deren Anzahl man nun auf etwa 100 schätzte.

Die eingesetzten Polizeikräfte mussten verkehrsregelnd eingreifen. Nach der Sperrung der Anschlusstelle Stockach-Ost wurde ein Teil der Fahrzeuge in Richtung Überlingen weitergeleitet. Gegen 23.00 Uhr löste sich die Ansammlung in Stockach auf und verlegte sich ins Stadtgebiet von Konstanz. Ab 23.00 Uhr tauchten erste Fahrzeugkolonnen im Stadtgebiet auf. Zunächst wurde der Universitätsparkplatz belegt, im Anschluss wurden grosse Fahrzeugkolonnen in den Stadtteilen Wollmatingen und Fürstenberg gemeldet. Auch hier stauten sich die Autos der Poser-Szene.

Lärm bis in die Morgenstunden

Die Fahrzeugkolonnen befuhren im Stadtgebiet Konstanz alle bekannten grösseren Ausfallstrassen und machten durch entsprechendes Fahrverhalten auf sich aufmerksam. Es gingen zahlreiche Anrufe von verärgerten Anwohnern ein, die sich über den Lärm und das Fahrverhalten beschwerten. Auch hier mussten die Polizeikräfte verkehrslenkend eingreifen. Durch Strassensperrungen wurde versucht, den Verkehr zu kanalisieren. Ab 00.30 Uhr fuhr ein Grossteil der Fahrzeuge über die städtischen Grenzübergänge in die Schweiz. Danach beruhigte sich die Lage gemäss dem Polizeipräsidium merklich.

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