Jobs gestrichen: Hunderte Studenten beziehen Nothilfe wegen Corona

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Jobs gestrichenHunderte Studenten beziehen Nothilfe wegen Corona

Während der Coronakrise sind viele Studentenjobs verschwunden. Bei Härtefällen springen nun Universitäten mit Hilfsgeldern ein.

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Die Universität Zürich hat eine Pandemie-Nothilfe eingerichtet: Studenten verfolgen eine Vorlesung. (Archivbild)


Die Universität Zürich hat eine Pandemie-Nothilfe eingerichtet: Studenten verfolgen eine Vorlesung. (Archivbild)

Keystone/Gaetan Bally
Hilfsgelder gehen an Studierende, die kaum Erspartes und keine Aussicht auf familiäre oder staatliche Unterstützung haben.

Hilfsgelder gehen an Studierende, die kaum Erspartes und keine Aussicht auf familiäre oder staatliche Unterstützung haben.

Keystone/Christian Beutler
Beiträge bis zu 3000 Franken müssen nicht zurückbezahlt werden.

Beiträge bis zu 3000 Franken müssen nicht zurückbezahlt werden.

Keystone/Christian Beutler

Darum gehts

  • Viele Studentenjobs sind wegen der Corona-Pandemie verschwunden.
  • Die Universität Zürich hat eine Nothilfe eingerichtet.
  • Auch in Genf sind rund 1000 Studenten auf Corona-Hilfe angewiesen.

Die Aushilfen in den Zürcher Bars und Fitnessstudios sind nicht mehr gefragt. Solche beliebten Gelegenheitsjobs hat das Coronavirus zum Verschwinden gebracht. Viele Studierende bekunden daher Mühe, sich finanziell über Wasser zu halten.

Die Universität Zürich hat schnell reagiert und eine Pandemie-Nothilfe eingerichtet. Rund 200 Gesuche um eine Unterstützung zwischen 1000 und 6000 Franken sind bereits eingegangen, die Hälfte davon bewilligt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Hilfsgelder gehen an Studierende, die kaum Erspartes und keine Aussicht auf familiäre oder staatliche Unterstützung haben und deren Einnahmequellen als Folge der Corona-Krise versiegt sind. Beiträge bis zu 3000 Franken müssen nicht zurückbezahlt werden. Darüberliegende Beträge gelten als zinslose Darlehen.

64 Prozent der Studentenjobs gestrichen

Noch akuter ist das Problem in Genf. Dort sind mehr als 1000 der 18’000 Studierenden auf Corona-Nothilfe angewiesen. Laut der Uni Genf sind seit Ausbruch der Corona-Krise 64 Prozent der Studentenjobs gestrichen worden. Die Genfer Hochschulen haben daher fürs laufende Semester einen Nothilfefonds von 2,2 Millionen Franken eingerichtet, wie die Zeitung weiter schreibt. Für das kommende Semester wird der Fonds gar auf 4,6 Millionen Franken ausgebaut. Zur Hälfte kommt das Geld von privaten Stiftungen.

Genf hat eine ausgeprägt internationale Studentenschaft. Viele Hilfsbedürftige können deshalb nicht auf kantonale Hilfe zurückgreifen, sondern sind auf die Sozialdienste ihrer Uni angewiesen. Geld gibt es für Nahrungsmittel, Mietzuschüsse und Lohnausfälle. Pro Monat bekommt ein Student maximal 1800 Franken ausbezahlt.

(chk)

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