Aktualisiert 19.07.2019 06:33

Schaffhausen und St. GallenHunderte tote Fische wegen dreckigem Wasser

Im Russgraben in Wilchingen SH sind hunderte Elritzen verendet. Schuld dürfte eine Gewässerverschmutzung sein. Auch in St. Gallen starben so weitere Fische.

von
vro
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In Wilchingen SH sind am Donnerstag, 18. Juli 2019, 250 Elritzen verendet.

In Wilchingen SH sind am Donnerstag, 18. Juli 2019, 250 Elritzen verendet.

Schaffhauser Polizei
Grund dafür dürfte eine Gewässerverschmutzung sein.

Grund dafür dürfte eine Gewässerverschmutzung sein.

Schaffhauser Polizei
Im Russgraben, wo die toten Fische entdeckt wurden, fliesst derzeit wenig Wasser.

Im Russgraben, wo die toten Fische entdeckt wurden, fliesst derzeit wenig Wasser.

Schaffhauser Polizei

250 tote Elritzen

250 tote Elritzen fanden der Fischereiaufseher des Kantons Schaffhausen und die Polizei am Donnerstag im Russgraben in Wilchingen SH, nachdem eine Meldung über ein Fischsterben eingegangen war. Die Fische hatten sich wegen des tiefen Wasserstandes in einen Kiessammler zurückgezogen.

Als Grund für das Fischsterben vermutet die Polizei eine Gewässerverschmutzung, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Was genau das Wasser verunreinigt hat, ist noch unklar und wird vom Interkantonalen Labor untersucht.

Doch nicht nur der Russgraben führt derzeit wenig Wasser. Die Schaffhauser Polizei weist darauf hin, dass laut dem Fischereiaufseher sämtliche Kleingewässer vom tiefen Wasserstand betroffen sind. Folglich könnten schon kleinste wassergefährdende Substanzen zu einem Fischsterben führen. Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, Vorsicht walten zu lassen.

30 tote Elritzen

Auch im Kanton St. Gallen starben rund 30 Elritzen im Mühlibach an der Eichbergstrasse in Hinterforst, wie die St. Galler Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Hier war die Ursache relativ schnell eruiert: Der hohe PH-Wert im Wasser wurde durch verschmutztes Baustellenwasser verursacht, das in den Bach floss.

Der betroffene Schacht musste gespült und das Schmutzwasser fachgerecht entsorgt werden. Die Verantwortlichen müssen nun mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen rechnen.

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