270 Euro für Taxifahrt: Hunderte Tote-Hosen-Fans stranden wegen «ÖV-Katastrophe» an Bahnhof

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270 Euro für TaxifahrtHunderte Tote-Hosen-Fans stranden wegen «ÖV-Katastrophe» an Bahnhof

Am Samstag spielten die Toten Hosen vor 50’000 Leuten in Freiburg (D), darunter waren viele Schweizer Fans. Nach dem Konzert folgte die böse Überraschung: Es fuhr kein Zug mehr zurück. Laut Deutsche Bahn wurde über den Ausfall bereits im Vorfeld informiert. 

von
Jeanne Dutoit
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Am Samstagabend gaben die Toten Hosen in Freiburg im Breisgau (D) ein Konzert.

Am Samstagabend gaben die Toten Hosen in Freiburg im Breisgau (D) ein Konzert.

News Scout
Nach dem Konzert strandeten Hunderte Fans in Deutschland. Denn es fuhren keine Züge mehr in die Schweiz.

Nach dem Konzert strandeten Hunderte Fans in Deutschland. Denn es fuhren keine Züge mehr in die Schweiz.

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Es habe keinerlei Informationen zu den Ausfällen gegeben, kritisieren Betroffene. Die Züge nach Basel seien anfänglich noch auf den Infotafeln ausgeschrieben gewesen.

Es habe keinerlei Informationen zu den Ausfällen gegeben, kritisieren Betroffene. Die Züge nach Basel seien anfänglich noch auf den Infotafeln ausgeschrieben gewesen.

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Darum gehts

  • Am Samstag gaben die Toten Hosen in Freiburg im Breisgau (D) ein Konzert.

  • Viele Schweizer Fans reisten aus der Schweiz für den Auftritt der Punker an.

  • Weil nach dem Konzert keine Züge mehr in die Schweiz fuhren, kam es zu einem Chaos am Bahnhof. Die Deutsche Bahn sagt, sie habe rechtzeitig über den Ausfall der Züge informiert. Zudem seien Ersatzbusse gefahren.

Auf der Messe Freiburg eroberten am Samstagabend die Toten Hosen die Bühne: 50’000 Fans feierten die Punkband. Unter das Publikum mischten sich auch viele Schweizerinnen und Schweizer, die die Hosen im grenznahen Freiburg im Breisgau (D) nicht verpassen wollten. Doch nach dem Konzert begann für sie eine Odyssee mit Schrecken: Alle Züge in die Schweiz fielen aus.

«Wir waren Hunderte und wollten alle auf den Zug, der anfänglich noch mit Basel angeschrieben war», erzählt eine Konzertgängerin gegenüber 20 Minuten. Auch auf den Info-Tafeln und digitalen Anzeigen sei die Verbindung klar ersichtlich gewesen. Doch der Zug, «voll gestopft»  mit Hosen-Fans, bewegte sich nicht aus dem Bahnhof. «Plötzlich war dann auch nichts mehr angeschrieben», schildert die Betroffene.

Die Schweizerinnen und Schweizer stürmten infolgedessen den Taxistand. Einem News-Scout gelang es, eines der begehrten Taxis zu ergattern. Für die stattliche Summe von 270 Euro gelang ihm, was an jenem Samstagabend vielen verwehrt wurde: Die Ausreise aus Freiburg.

«Familien mit Kindern mussten am Bahnhof übernachten»

Es gab keine Informationen, keine Angestellten, die hätten Auskunft geben können, nichts. Es war eine ÖV-Katastrophe», fasst die Hosen-Anhängerin zusammen. Sie selbst habe eine Mitfahrgelegenheit gefunden. «Ich war erst um drei Uhr in Basel, aber hatte noch Glück.» Allen anderen sei nichts anderes übrig geblieben, als dort zu übernachten: «Viele Familien mit Kindern mussten am Bahnhof schlafen.»

Ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) widerspricht den Vorwürfen. Es sei korrekt, dass am Samstag ab 22.30 Uhr der Regio-Express ausgefallen war, Grund dafür seien Bauarbeiten gewesen. Die DB habe jedoch «rechtzeitig» über den Ausfall und die verkehrenden Ersatzbusse «in den elektronischen Auskunftsmedien» informiert. Auch entsprechende Durchsagen wurden am Freiburger Bahnhof gemacht, so der Sprecher gegenüber 20 Minuten.

«Ein Witz», ärgert sich ein Betroffener. Die Busse brauchten nämlich drei Mal so lange, nämlich über drei Stunden, für die Strecke Freiburg – Basel. 

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