18.05.2016 17:53

Sri Lanka

Hunderte Tote nach Erdrutsch befürchtet

Bei einem Erdrutsch in Sri Lanka sind möglicherweise Hunderte Menschen ums Leben gekommen. 220 Familien gelten am Tag nach dem Unglück als vermisst.

von
nag
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Drei Dörfer im Hügelland in der Mitte der Insel Sri Lanka sind nach heftigen Regenfällen verschüttet worden. (18. Mai 2016)

Drei Dörfer im Hügelland in der Mitte der Insel Sri Lanka sind nach heftigen Regenfällen verschüttet worden. (18. Mai 2016)

Keystone/Eranga Jayawardena
Mehr als 300 Soldaten und Helfer waren im Einsatz...

Mehr als 300 Soldaten und Helfer waren im Einsatz...

Keystone/Eranga Jayawardena
..., um nach Überlebenden zu suchen.

..., um nach Überlebenden zu suchen.

Keystone/Eranga Jayawardena

Drei Dörfer im Hügelland in der Mitte der Insel Sri Lanka seien nach heftigen Regenfällen verschüttet worden, teilte das Rote Kreuz heute mit. 220 dort lebende Familien seien vermisst und möglicherweise unter Schlamm und Trümmern begraben. Helfer suchten fieberhaft nach Überlebenden, während von oben immer neues Schlammwasser herabströmte, wie Aufnahmen des staatlichen Senders Rupavahini zeigten.

Militärsprecher Jayanath Jayaweera sagte, 16 Leichen seien seit dem Erdrutsch am späten Dienstagnachmittag geborgen worden. Rund 180 Personen wurden lebend aus dem Schlamm gezogen, der die Orte Siripura, Pallebage und Elagipitya rund 70 Kilometer nördlich von Colombo unter sich begrub.

Fast 135'000 Menschen in Notunterkünften

Mehr als 300 Soldaten waren im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. Die Arbeiten wurden durch den anhaltenden Regen, dichten Nebel und Stromausfälle erschwert. Mehr als 1000 Menschen wurden in Notlagern in einer Schule und einem buddhistischen Tempel untergebracht. In Colombo kam es durch die Regenfälle ebenfalls zu Überschwemmungen. Tausende Häuser standen auch dort zumindest teilweise unter Wasser. Wegen des Unwetters blieben auch die Schulen geschlossen.

Die srilankische Katastrophenbehörde berichtete von elf weiteren Toten in anderen Teilen des Landes am Montag und Dienstag. Die meisten von ihnen kamen durch kleinere Erdrutsche oder Blitzschläge ums Leben. Landesweit mussten fast 135 000 Menschen in Notunterkünften Zuflucht suchen. Meteorologen sagten weiteren Regen, Sturm und raue See an den Küsten voraus.

Während der Monsunzeit kommt es in Sri Lanka immer wieder zu Erdrutschen. Durch die Abholzung der Wälder für die Landwirtschaft sind weite Teile des Hügellands dem Regen schutzlos ausgesetzt. Im Dezember 2014 hatten mehr als 60'000 Bewohner nach Hochwassern und Erdrutschen ihre beschädigten oder zerstörten Häuser verlassen müssen. Zwei Monate zuvor waren Dutzende Arbeiter einer Teeplantage von Schlammlawinen verschüttet worden und ums Leben gekommen. (nag/sda)

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