Aktualisiert 07.01.2008 14:57

Hunderte Verletzte bei minus 31 Grad Celsius

Vereiste Strassen haben am Montag im Südosten Europas den Verkehr teilweise zum Erliegen kommen lassen. Bei Unfällen auf den vereisten Strassen wurden nach örtlichen Radioberichten in Ungarn mindestens 500 Menschen verletzt.

Im im 250 Kilometer südostlich von Budapest gelegenen Battonya starb nach Angaben eines örtlichen Fernsehsenders ein fünfjähriger Junge aus Deutschland. Das Kind war mit seinen Eltern im Auto unterwegs, als das Fahrzeug von der Strasse rutschte und in eine Schlucht stürzte.

In Bulgarien riefen die Behörden wegen der seit Tagen anhaltenden Kältewelle am Montag den Notstand in der zentral gelegenen Region Sopot aus, wie Medien berichteten. Die Schulen in der Gegend blieben geschlossen.

Im Süden des Landes kam der Verkehr zum Erliegen. Die Autobahn von Sofia zur Schwarzmeerstadt Warna musste wegen des Glatteises im Osten geschlossen werden. Auch der Donauhafen von Russe blieb geschlossen, da der Fluss vereist war.

Der Stromverbrauch war am Sonntag angesichts von Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius so hoch gewesen wie seit 19 Jahren nicht mehr, wie der staatliche Stromversorger meldete.

In der Hauptstadt Sofia und in der zweitgrössten Stadt Polowdiw konnten die Wohnungen nicht ausreichend beheizt werden, da die Wärmewerke nicht genug Heizöl hatten. Temperaturen bis zu minus 31 Grad forderten seit Silvester insgesamt neun Menschenleben. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.