Aktualisiert 26.12.2016 10:37

Festtagsspeck«Hungersnot-Zustand führt zu Jo-Jo-Effekt»

Der Ostschweizer Blogger und Fitnesstrainer Gregory Dzemaili aus Amriswil zeigt auf, wie man den Jo-Jo-Effekt bei Diäten vermeiden kann.

von
jeb

Festtage sind Fresstage. Raclette, Fondue chinoise und Schinkli setzen sich als Hüftgold an der Taille fest. Dieses wird im neuen Jahr dann gern mit Diäten bekämpft. Oft jedoch nicht nachhaltig: wegen des Jo-Jo-Effekts. Doch was können wir tun, damit das nicht geschieht?

Der Amriswiler Personal Trainer Gregory Dzemaili kennt die Probleme und Fragestellungen zu Figur und Ernährung. Der 32-Jährige betreibt einen Blog, auf dem er regelmässig Tipps gibt. Diese sind auch schon in in Buchform erschienen: «Lebe stark: 50 Beobachtungen über Fitness und Ernährung» heisst das Werk.

Frauen anfällig für Jo-Jo-Effekt

Die Furch vor dem Jo-Jol-Effekt ist begründet, sagt Dzemaili. «Vor allem Frauen neigen zu Crashdiäten, bei denen sie tagelang nur Salat essen und etwas Fleisch.» Damit würden sie den Körper in einen Hungersnotzustand versetzen. «Nach dem dritten Tag folgt meist eine Fressattacke, weil man ausgehungert ist. Der Körper hat sich dann schon auf Hungersnot eingestellt und lagert überschüssige Kalorien zur Reserve im Körper ab, und so gewinnt man die verlorenen Kilos gleich wieder zurück.»

Dzemaili rät daher, bei einer Diät die Kalorienzufuhr nur leicht unter den Wert zu legen, den man auch wirklicht benötigt. So kann der Jo-Jo-Effekt vermieden werden. Diesen Wert erhält man, wenn man sein Gewicht mit 24 multipliziert. Frauen sollten ihr Gewicht mit 21 multiplizieren, da sie einen tieferen Muskelanteil besitzen. Dazu addiert man noch die Eigenenergie, die der Körper braucht, um den Tag zu bestreiten. Bei Büroangestellten liegt dieser bei 700 bis 1000 Kalorien. Von der Summe zieht man rund zehn Prozent ab und erhält den Wert an Tageskalorien für seine Reduktionsdiät. Wer sich daran hält und nach dem Ende der Diät nicht dauerhaft über die Stränge haut, sollte den Jo-Jo-Effekt vermeiden können.

Nicht auf Gefühle hören

Für Dzemaili ist klar: Wer nachhaltig abnehmen will, muss seinen Lebensstil anpassen und sich vor allem diszipliniert verhalten. «Man muss eine Entscheidung treffen und diese dann gnadenlos gegen den inneren Schweinehund durchsetzen», so Dzemaili. «Und ja nicht auf Gefühle hören, die den Couchpotato zurück aufs Sofa bringen.»

Seine Kunden verhilft der Personaltrainer via Online Coaching zur Disziplin. «Anfang Woche frage ich, welche Trainingseinheiten für die Woche geplant sind. Während der Woche kontrolliere ich nach, ob diese eingehalten werden. Ist das nicht der Fall, gibt es am Freitag einen mahnenden Telefonanruf», so Dzemaili. Viele Leute würden einen Wadenbeisser brauchen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ein weiterer Motivator sei das Portemonnaie. «Wenn man einen Personaltrainer bucht, dann nimmt man den Trainingstermin auch wahr, denn bei Nichterscheinen fallen trotzdem Kosten an.»

Im Video oben gibt Dzemaili weitere Tipps.

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