Atomdebatte: Hungerstreik soll AKW Fessenheim stoppen
Aktualisiert

AtomdebatteHungerstreik soll AKW Fessenheim stoppen

Umweltschützer haben einen Hungerstreik begonnen, um die Abschaltung des französischen Atomkraftwerkes Fessenheim am Rhein durchzusetzen.

Die Aktivisten geben zum Beginn ihres Hungerstreiks eine Pressekonferenz in Colmar.

Die Aktivisten geben zum Beginn ihres Hungerstreiks eine Pressekonferenz in Colmar.

«Wir fordern die Schliessung von Fessenheim, dem ältesten aller Atomkraftwerke», sagte Jean-Pierre Frick als Vertreter der Gruppe auf einer Pressekonferenz in Colmar. Das AKW liegt im Elsass, rund 40 Kilometer nördlich von Basel. Fessenheim wurde 1977 gebaut und liegt in einem Erdbebengebiet. Nach dem Unglück in Fukushima mehren sich auch in Frankreich die Stimmen, die die Stilllegung fordern.

Der Chef des Stromkonzerns EDF, Henri Proglio, versicherte in einem Interview mit der Zeitung «Le Figaro», dass Fessenheim und die anderen französischen AKW in einem «hervorragenden Zustand» seien. Die Anlage in Fessenheim sei ständig modernisiert worden. Frankreich ist nach den USA das Land mit den meisten Atomreaktoren: Die 58 Reaktoren produzieren knapp vier Fünftel des Stroms. (sda)

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