Aktualisiert 20.05.2007 14:55

Hungriger Jungbär verirrt sich im Spital

Getrieben vom Hunger hat sich ein junger Schwarzbär im US-Bundesstaat New Mexico in ein Spital verirrt und das Personal in Angst und Schrecken versetzt.

Nachdem das zwei bis drei Jahre alte Tier in eine Toilette gewandert war, stoppten es Mitarbeiter der Wildschutzbehörde mit einem Betäubungspfeil, wie die Zeitung schrieb. Helfer brachten den schlafenden Bär danach auf einer Krankenhaustrage aus dem Spital.

Nachdem er eingehend medizinisch untersucht worden war, setzten die Behörden das etwa 60 Kilogramm schwere Tier in den Bergen nahe der Stadt Rio Rancho aus. Der junge Bär wurde möglicherweise von seiner Mutter verstossen oder von einem dominanten Artgenossen vertrieben, teilte die Wildbehörde mit.

«Das passiert manchmal», sagte Sprecher Dan Williams. «Wenn man Bären in einer dicht bevölkerten Gegend wie dieser hier sieht, suchen sie nach etwas Essbarem.» Der Schwarzbär wurde mit einer Marke versehen, um ihn leichter identifizieren zu können, sollte er erneut einen Ausflug zu den Menschen unternehmen.

Tipps der Wildbehörde

Die Wildbehörde von New Mexico nahm den Vorfall zum Anlass für Tipps, wie Menschen Bären auf Distanz halten können. Danach sollten Mülltonnen luftdicht sein, damit die Tiere nicht von Gerüchen angelockt werden.

Aus demselben Grund hätten süss riechende Nahrungsmittel wie Fleisch oder Melonen nichts auf dem Kompost zu suchen. Wer Bären mit Absicht füttere, müsse mit einem Bussgeld von umgerechnet rund 615 Franken rechnen, hiess es weiter.

(sda)

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