Aktualisiert 06.03.2010 08:39

Ökologisches UngleichgewichtHurrikan Andrew ist schuld an Python-Plage

Angesichts der beunruhigenden Vermehrung von Pythonschlangen im US-Bundesstaat Florida blasen die Behörden zur Jagd auf die Tiere. Die Jagd soll am Montag beginnen - und das sogar in den Strassen der Metropole Miami.

Pythonschlangen haben sich in Florida vermehrt wie Ratten. Jetzt muss gehandelt werden. «Wir bitten die Jäger, uns dabei zu helfen, die Zahl dieser Reptilien zu verringern», sagte Behörden-Chef Rodney Barreto am Freitag in einer Erklärung.

Pythons stammen ursprünglich aus Burma und wurden von Menschen nach Florida importiert, die sie sich als Haustiere halten wollten. Nach dem Hurrikan Andrew, der 1992 über den US-Bundesstaat fegte, gelangten viele Riesenschlangen in Freiheit und fühlten sich in den Sümpfen des subtropischen Bundesstaats fortan wie zuhause.

In den folgenden Jahren wuchs die Population gewaltig - und die Schlangen entwickelten einen ausgeprägten Appetit für Katzen, Eichhörnchen oder Hasen. Nach Ansicht der Naturschutzbehörde ist daher das ökologische Gleichgewicht in Florida bedroht. Pythons können bis zu acht Meter lang werden.

(sda)

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