Opferzahl steigt - Stoppt Hurrikan «Elsa» die Suche nach weiteren Verschütteten?
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Opferzahl steigtStoppt Hurrikan «Elsa» die Suche nach weiteren Verschütteten?

Nach dem Einsturz eines Apartmentblocks in Miami vor über einer Woche ist beschlossen worden, den benachbarten Block auch abzureissen. Die Frage ist nur, wann. Noch immer werden über 100 Menschen vermisst.

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126 Menschen werden noch vermisst: Die Rettungskräfte bergen eine Leiche. (30. Juni 2021)

126 Menschen werden noch vermisst: Die Rettungskräfte bergen eine Leiche. (30. Juni 2021)

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Das Hochhaus in Florida ist in der Nacht zum 24. Juni eingestürzt.

Das Hochhaus in Florida ist in der Nacht zum 24. Juni eingestürzt.

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Rettungskräfte suchen seitdem in den Trümmern fieberhaft nach Vermissten.

Rettungskräfte suchen seitdem in den Trümmern fieberhaft nach Vermissten.

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Darum gehts

  • Am 24. Juni stürzte in Florida die eine Blockhälfte eines Hochhauses ein.

  • Die Suche nach Vermissten läuft noch – 22 Tote wurden inzwischen geborgen.

  • Unter den Toten ist auch die 7-jährige Tochter eines Feuerwehrmannes.

  • Ein Gutachten hatte bereits 2018 vor strukturellen Schäden an dem 40 Jahre alten Haus gewarnt.

Nach dem Teileinsturz eines Hochhauses im US-Bundesstaat Florida soll das gesamte Wohngebäude abgerissen werden. Sie habe eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, sagte die Verwaltungschefin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Freitag (Ortszeit). Zugleich betonte sie, oberste Priorität der Behörden sei weiterhin der Such- und Rettungseinsatz an dem Gebäude im Küstenort Surfside. Nach der Entdeckung zweier weiterer Leichen stieg die Zahl der Todesopfer auf 22.

Zu den kürzlich geborgenen Todesopfern gehöre auch die siebenjährige Tochter eines Feuerwehrmanns, führte Levine Cara aus. Die Zahl der Vermissten sank auf 126 Menschen.

Hurrikan dürfte Suche erschweren

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Towers South war in der Nacht zum 24. Juni teilweise eingestürzt. Die genaue Ursache für das Unglück ist unbekannt. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 «grosse strukturelle Schäden» an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt.

Levine Cava erklärte, die Behörden prüften noch den besten Zeitplan für den Abriss des Wohngebäudes. Zunächst konzentrierten sich ihre Bemühungen weiter auf die Bergung von Opfern. Am Donnerstag hatten die Einsatzkräfte ihre Suche wegen Sicherheitsbedenken aussetzen müssen, erst am Abend konnten sie ihre Bemühungen fortsetzen. Überschattet wird der Einsatz auch von dem Hurrikan «Elsa», der sich Anfang kommender Woche Floridas Küste nähern und den Sucheinsatz beeinträchtigen dürfte.

US-Präsident Joe Biden hatte den Unglücksort am Donnerstag besucht. Er sprach mit Einsatzkräften, Überlebenden und Angehörigen von Vermissten.

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(afp/roy)

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