Rätselhaft: Hurrikan Harvey spült grausige Kreatur an Land
Aktualisiert

RätselhaftHurrikan Harvey spült grausige Kreatur an Land

Das Wesen ist lang, hat keine Augen, dafür ein riesiges Maul mit spitzen Zähnen und kam mit Harvey aus dem Meer. Ideen, worum es sich handelt, gibt es viele.

von
red/fee
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Hurrikan Harvey hat Anfang September eine seltsame Meereskreatur an den Strand von Texas City gespült.

Hurrikan Harvey hat Anfang September eine seltsame Meereskreatur an den Strand von Texas City gespült.

Twitter/Preeti Desai
Entdeckt wurde sie kurz darauf von einer Mitarbeiterin einer Umweltorganisation.

Entdeckt wurde sie kurz darauf von einer Mitarbeiterin einer Umweltorganisation.

Twitter/Preeti Desai
Preeti Desai beliess es nicht dabei, nur ein paar Fotos zu machen, sondern verbreitete diese auch auf Twitter. Schliesslich wollte sie wissen, auf was sie da eigentlich gestossen ist.

Preeti Desai beliess es nicht dabei, nur ein paar Fotos zu machen, sondern verbreitete diese auch auf Twitter. Schliesslich wollte sie wissen, auf was sie da eigentlich gestossen ist.

Twitter/Preeti Desai

Nicht nur die Bevölkerung von Texas wurde von Hurrikan Harvey aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Die gewaltige Sogwirkung des Sturmes wirbelte auch Meeresbewohner an Land.

Die Amerikanerin Preeti Desai, Social-Media-Verantwortliche bei der Umweltorganisation National Audubon Society, entdeckte am 6. September am Strand von Texas City eine mysteriöse Kreatur: Sie hat keine Augen, rasiermesserscharfe Zähne und einen grossen, zylinderförmigen Körper.

Aufruf im Netz

«Auf den ersten Blick sah es wie etwas aus der Tiefsee aus», erinnert sich Desai später. «Mein erster Gedanke war, es könnte ein Meerneunauge sein. Doch als ich näher kam, merkte ich, dass es etwas anderes sein musste, besonders wegen des Mauls.»

Nachdem sie den Kadaver selbst keiner bekannten Spezies zuordnen konnte, fragte sie das Netz nach Hilfe: «Okay Biologie-Twitter, was zum Teufel ist das?»

Das Rätselraten beginnt

Die Reaktionen der Community liessen nicht lange auf sich warten. Neben Witzmeldungen, wie «Ah, ja. Der legendäre Salzwasser-Chupacabra» und «Es ist ein mysteriöses Alien-Monster, Forscher sind verwirrt, versteckt eure Kinder», fanden sich auch zahlreiche ernst gemeinte Versuche von Wissenschaftlern, das Tier zuzuordnen.

Aalexperte Kenneth Tighe vom Smithsonian National Museum of Natural History in Washington tippt auf einen Fangzahn-Schlangenaal (Aplatophis chauliodu), doch es könnte auch ein Röhrenaal oder ein Meeraal (Conger) sein. Alle drei lebten vor der texanischen Küste und hätten Reisszähne.

Meeresbiologe Steven Murawski von der University of South Florida St. Petersburg hält Tighes ersten Tipp für am realistischsten.

Doch auch er kann es nicht mit Sicherheit sagen: «Es ist unklar, wie gross das unbekannte Wesen ist.» Das sei jedoch für die Bestimmung wichtig. Denn Fangzahn-Schlangenaale werden nur rund 80 Zentimeter lang. Sei das in Texas gefundene Exemplar länger, könnte es auch ein Aal der Art Echiophis punctifer sein. Diese können bis zu 190 Zentimeter lang werden.

Finderin Desai scheint die Aal-Erklärung für am wahrscheinlichsten zu halten. Denn kurz nach ihrem Aufruf an die Community postet sie: «Nun mysteriöser Aal, du kannst tot und verrottet sein, aber nun bist du berühmt.»

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