Hurrikan Ivan verwüstet amerikanische Golfküste
Aktualisiert

Hurrikan Ivan verwüstet amerikanische Golfküste

Mit der Wucht meterhoher Wellen und gewaltiger Sturmböen ist Hurrikan Ivan gestern über die US-Golfküste hergezogen. Durch Tornados als Ausläufer von Ivan wurden mindestens acht Menschen getötet.

Der Sturm erreichte das Festland bei Mobile in Alabama, erstreckte sich aber über ein Gebiet so gross wie Texas – mehr als 17-mal so gross wie die Schweiz. Ivan peitschte meterhohe Flutwellen ans Land, die Strandhäuser wegrissen und Wassermassen tief ins Landesinnere trieben. Nach Angaben der Stromversorger waren mehr als 840000 Haushalte und Geschäfte ohne Strom.

Die Gewalt des Hurrikans bekamen auch die Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Florida zu spüren. Im Nordwesten Floridas starben mindestens acht Menschen, als von Ivan ausgelöste Tornados siebzig Häuser teilweise oder ganz niederrissen.

Unter den Toten war ein achtjähriges Mädchen, das erschlagen wurde, als ein Baum auf sein Elternhaus in Milton stürzte.

Zusammen mit den sturzflutartigen Regenfällen sorgte Ivan in Dutzenden Städten und Küstengemeinden für Überschwemmungen. Auch in New Orleans, das von der schlimmsten Wucht des Hurrikans verschont wurde, schwappte das Wasser in die Strassen.

Zehntausende Menschen an der Küste hatten sich vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Es werde noch Stunden dauern, bis nach Opfern gesucht und das genaue Ausmass beurteilt werden könne, teilten die Behörden mit.

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