Jemen - Huthi-Rebellen feuern Raketen auf Stadt ab – 14 Menschen sterben
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JemenHuthi-Rebellen feuern Raketen auf Stadt ab – 14 Menschen sterben

Im Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den Rebellen stehen sich auch die beiden Mächte Saudi-Arabien und Iran gegenüber. Bei einem aktuellen Angriff starben erneut Zivilisten.

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Im Bürgerkrieg in Jemen stehen sich auch die beiden Mächte Iran und Saudi-Arabien gegenüber. Sie unterstützen die Huthi-Rebellen respektive die Regierungstruppen (hier im Bild).

Im Bürgerkrieg in Jemen stehen sich auch die beiden Mächte Iran und Saudi-Arabien gegenüber. Sie unterstützen die Huthi-Rebellen respektive die Regierungstruppen (hier im Bild).

REUTERS
Der fast sieben Jahre andauernde Konflikt ist auch zur humanitären Krise geworden. Es herrscht Hunger im Land. Jemen ist auf Hilfslieferungen aus dem Ausland angewiesen.

Der fast sieben Jahre andauernde Konflikt ist auch zur humanitären Krise geworden. Es herrscht Hunger im Land. Jemen ist auf Hilfslieferungen aus dem Ausland angewiesen.

AFP
Die Attacke am Samstag geschah in der nordöstlichen Stadt Marib.

Die Attacke am Samstag geschah in der nordöstlichen Stadt Marib.

AFP

Darum gehts

  • Laut der Regierung in Jemen haben die Huthi-Rebellen bei einem Angriff auf eine Stadt 14 Menschen getötet.

  • Die USA kritisieren die schiitischen Rebellen. Sie seien an keiner Lösung im Konflikt interessiert.

  • Der Bürgerkrieg, der 2014 seinen Anfang nahm, hat bereits 130’000 Todesopfer gefordert.

Bei einem Raketenangriff im Jemen sind Behördenangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden, darunter ein fünf Jahre altes Mädchen. Die Huthi-Rebellen hätten eine Tankstelle attackiert und ein «riesiges Feuer» verursacht, meldete die Nachrichtenagentur Saba. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatte sich demnach eine lange Schlange vor der Tankstelle gebildet. Fünf Menschen seien verletzt worden. Die Huthis gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Nach Angaben von Anwohnern liegt die Tankstelle in der Nähe eines beliebten Marktes. In der Nähe befinde sich ausserdem eine Stützpunkt der Regierungstruppen. Marib und die umliegenden Ölfelder sind die letzte Hochburg der regierungstreuen Truppen im Norden Jemens. Die Huthi-Rebellen versuchen seit Monaten, diese Bastion einzunehmen.

Im Bürgerkrieg sind bereits 130’000 Menschen gestorben

Der US-Sondergesandte für Jemen hat den schiitischen Huthi-Rebellen fehlenden Friedenswillen vorgeworfen. Die vom Iran unterstützten Huthis weigerten sich, für einen vernünftigen Waffenstillstand zu arbeiten und Schritte zur Lösung des fast sieben Jahre andauernden Konflikts zu unternehmen, sagte Tim Lenderking am Freitagabend (Ortszeit). Ausserdem hätten sie ihre Offensive in der ölreichen Provinz Marib wieder aufgenommen. Dadurch seien sie aber zunehmend isoliert. Die Huthis reagierten darauf zunächst nicht.

Im Jemen tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg zwischen den Huthis und der international anerkannten Regierung, die von einem Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt wird. Mehr als 130’000 sind dabei getötet worden. Lenderking hatte in Sadi-Arabien, Oman, der Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien verhandelt.

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(DPA/AFP/pme)

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