Zug: Hygiene-Regeln sollen Feuerwehrleute schützen
Publiziert

ZugHygiene-Regeln sollen Feuerwehrleute schützen

Nach Einsätzen können Russ oder Blut an Kleidern von Feuerwehrleuten deren Gesundheit gefährden. In Zug wurden dafür nun Regeln formuliert.

von
mme
1 / 8
Feuerwehrleute leben auch nach dem Einsatz gefährlich.

Feuerwehrleute leben auch nach dem Einsatz gefährlich.

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug
Russpartikel nach Bränden und Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Erbrochenes nach Rettungseinsätzen stelle an den Kleidern ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Russpartikel nach Bränden und Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Erbrochenes nach Rettungseinsätzen stelle an den Kleidern ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug
Auch Chemikalien nach Chemieeinsätzen können die Gesundheit der Feuerwehrleute gefährden.

Auch Chemikalien nach Chemieeinsätzen können die Gesundheit der Feuerwehrleute gefährden.

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug

Feuerwehrleute leben auch nach dem Einsatz gefährlich: «Russpartikel nach Bränden, Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Erbrochenes nach Rettungseinsätzen oder Chemikalien nach Chemieeinsätzen an ihren Kleidern stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar», sagt Daniel Jauch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zug.

Sogar die persönliche Wäsche könne kontaminiert sein, deshalb brauche es klare Regeln. «Natürlich haben wir dem auch in Vergangenheit Rechnung getragen, doch nun haben wir einen klaren 10-Punkte-Plan aufgestellt, der alle unsere 140 Feuerwehrleute ermahnt, wie sie sich verhalten müssen», so Jauch.

Auch private Sachen werden gereinigt

Der Plan solle die Wichtigkeit des Themas betonen. «Würde etwa ein Feuerwehr-Mann mit der kontaminierten Brandschutzbekleidung nach dem Einsatz mit dem Auto nach Hause fahren, wäre das auch für seine Familie gefährlich.»

Konkret werden laut Plan etwa nach Einsätzen vor Ort Boxen aufgestellt, wo sich die Feuerwehrleute mit neuer Wäsche einkleiden müssen. Ihre privaten Shirts und dergleichen können sie abgeben, bis am nächsten Tag werden sie gewaschen. Natürlich wird auch die Schutzausrüstung professionell gereinigt.

«Die Hygiene dient der Sicherheit»

Weiter ist zum Beispiel vorgesehen, dass im Atemschutz-Raum keine Einsatzschuhe getragen werden dürfen, die allenfalls kontaminiert sein könnten. Auch verboten ist es etwa, mit verdreckter Einsatzkleidung ein Restaurant oder den Mehrzweckraum der Freiwilligen Feuerwehr Zug uzu betreten. Jauch betont: «Die Hygiene dient der Sicherheit und beginnt bei jedem persönlich.»

Deine Meinung