Aktualisiert 29.04.2008 05:38

Hypo-Krise: Deutsche Bank schreibt rund 4,4 Milliarden Franken ab

Die Deutsche Bank hat wegen Milliardenabschreibungen im Zuge der Finanzkrise den ersten Verlust seit fünf Jahren geschrieben.

Deutschlands grösstes Geldhaus bezifferte den Fehlbetrag im ersten Quartal auf 141 Mio. Euro.

Vor einem Jahr war unter dem Strich noch ein Gewinn von 2,1 Mrd. Euro verblieben. Vor Steuern lag der Verlust bei 254 Mio. Euro nach einem Gewinn von 3,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen.

Ohne die Einnahmen aus Verkäufen von Anteilen etwa am Autokonzern Daimler oder des Versicherers Allianz in Höhe von 854 Mio. Euro hätte der Verlust die Milliardengrenze überschritten.

Die krisenbedingten Abschreibungen summierten sich zu Jahresbeginn auf 2,7 Mrd. Euro und lagen damit um 200 Mio. Euro höher als kurz nach Ende des Quartals angekündigt. Die Wertberichtigungen führten allein im Kerngeschäft Investmentbanking zu einem Verlust von 1,6 Mrd. Euro.

«Im ersten Quartal war die Lage an den Finanzmärkten so schwierig wie noch nie zuvor in der jüngeren Geschichte», erklärte Institutschef Josef Ackermann. «Im März nahm der Druck auf den Bankensektor das bisher grösste Ausmass seit Ausbruch der Finanzmarktkrise an.» Das habe auch bei der Deutschen Bank Spuren hinterlassen. (sda)

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