Viertes Quartal: Hypothekarzinsen trotzen der zweiten Corona-Welle
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Viertes QuartalHypothekarzinsen trotzen der zweiten Corona-Welle

Im Gegensatz zum Frühling lässt der erneute Ausbruch des Coronavirus den Hypozinsmarkt kalt. Das dürfte sich in den kommenden Monaten ändern.

von
Christian Köppel
Der Vergleich von Hypothekarzins-Angeboten lohn sich: Einfamilienhäuser.

Der Vergleich von Hypothekarzins-Angeboten lohn sich: Einfamilienhäuser.

Bruno Arnold/freshfocus

Darum gehts

  • Im Gegensatz zur ersten Corona-Welle ignorierten die Hypothekarzinsen im Schlussquartal 2020 die zweite Welle, wie Comparis schreibt.

  • In den kommenden Monaten dürfte wieder etwas Bewegung in den Hypozinsmarkt kommen.

  • Der Vergleichsdienst rät, vor dem Abschluss einer Hypothek mehrere Offerten zu vergleichen.

Die Hypothekarzinsen ignorierten im Schlussquartal 2020 die Auswirkungen der zweiten Corona-Welle und blieben stabil. Laut dem Vergleichsdienst Comparis dürfte in den kommenden Monaten jedoch wieder mehr Dynamik in den Hypozinsmarkt kommen.

Die beliebteste Laufzeit von 10 Jahren notierte während der vergangenen drei Monate zwischen 1,04 und 1,07 Prozent. Keine Veränderungen gab es bei den fünf- und zweijährigen Festhypotheken. Beide blieben bei 0,90 beziehungsweise 0,86 Prozent.

Vergleich lohnt sich

«Die zweite Corona-Welle lässt den Hypothekarmarkt bislang kalt», schreibt Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp in der Medienmitteilung. Während der ersten Corona-Welle habe der Hypomarkt «deutlich nervöser» reagiert. Die Richtzinsen zehnjähriger Festhypotheken verteuerten sich Ende des ersten Quartals innert weniger Tage vom Rekordtief bei 0,98 auf fast 1,20 Prozent.

Comparis rät, vor dem Abschluss einer Hypothek mehrere Offerten zu vergleichen. Laut der zur Comparis-Gruppe gehörenden Hypothekarspezialistin HypoPlus gibt es zehnjährige Festhypotheken bereits ab 0,61 Prozent, was 0,44 Prozent unter dem aktuell durchschnittlichen Richtzins von 1,05 Prozent liegt. Bei einer Hypothek über 750’000 Franken spare man so 3300 Franken pro Jahr oder über 30’000 Franken über die gesamte Laufzeit.

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