Hypotheken mehr als doppelt so teuer wie vor einem Jahr

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ImmobilienHypotheken kosten jetzt doppelt so viel – weiterer Anstieg befürchtet

Um ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, müssen Schweizerinnen und Schweizer aktuell tiefer in die Tasche greifen, als noch vor einem Jahr. Dies könnte aber erst der Anfang sein.  

von
Justin Arber
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Hypothekarzinsen sind aktuell doppelt so teuer im Vergleich zum Vorjahr. 

Hypothekarzinsen sind aktuell doppelt so teuer im Vergleich zum Vorjahr. 

20min/Karina Romer
Der Richtzinssatz für eine fünfjährige Festhypothek liegt aktuell bei 2,54 Prozent. Derjenige für die zehnjährige Festhypothek bei 2,76 Prozent. 

Der Richtzinssatz für eine fünfjährige Festhypothek liegt aktuell bei 2,54 Prozent. Derjenige für die zehnjährige Festhypothek bei 2,76 Prozent. 

20min/Simon Glauser
«Die meisten Marktteilnehmer gehen nun davon aus, dass die SNB den Leitzins von gegenwärtig ein Prozent in der Sitzung vom März 2023 um weitere 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte anheben wird», schreibt moneyland.ch. 

«Die meisten Marktteilnehmer gehen nun davon aus, dass die SNB den Leitzins von gegenwärtig ein Prozent in der Sitzung vom März 2023 um weitere 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte anheben wird», schreibt moneyland.ch. 

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Die zehnjährige Festhypothek  ist für Schweizerinnen und Schweizer aktuell doppelt so hoch wie zu Beginn des vergangenen Jahres.

  • Im Verlauf vom Jahr 2023 rechnet der Online-Vergleichsdienst Moneyland.ch damit, dass die Hypothekarzinsen noch weiter ansteigen werden. 

  • Der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank könnte im Juni um bis zu 0,5 Prozentpunkte angehoben werden.

Im Durchschnitt kostet eine zehnjährige Festhypothek im Moment doppelt so viel wie noch Anfang 2022, der Richtzinssatz liegt gemäss einer Medienmitteilung von Moneyland.ch bei 2,76 Prozent. Bei der fünfjährigen Festhypothek beträgt der aktuelle Richtzinssatz 2,54 Prozent. Damit ist die kürzere Festhypothek 2,5-mal so hoch wie anfangs 2022.  

Der Zinsanstieg ist unter anderem eine Auswirkung der Anhebung des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im vergangenen Jahr. «Ohne Leitzinserhöhung würde sich die Inflation über die Zeit wieder erhöhen», sagt Thomas Jordan von der SNB im letzten Dezember über die Gründe zur Anhebung. Die Teuerung würde auf einen Horizont von vier bis acht Monaten wieder ansteigen, weil dann die Geldpolitik zu expansiv wäre.

Leitzins der SNB könnte weiter ansteigen

«Die meisten Marktteilnehmer gehen nun davon aus, dass die SNB den Leitzins von gegenwärtig ein Prozent in der Sitzung vom März 2023 um weitere 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte anheben wird», schreibt Moneyland.ch. Der Online-Vergleichsdienst rechnet damit, dass der Leitzins im Juni 2023 1,5 Prozent betragen wird. Dies müsse aber nicht unbedingt bedeuten, dass auch der Hypozins weiter nach oben gehe. Denn die Anhebung dürfte laut Moneyland.ch schon in den Hypothekarzinssätzen für Festhypotheken einberechnet sein. Es sei allerdings unklar, ob dies ausreiche, um die Inflation wieder in den Griff zu bekommen. 

Mit 2,8 Prozent Ende Jahr liege die Inflation deutlich über dem von der SNB angestrebten Wert von zwei Prozent. «2023 erwarte ich weiterhin hohe Hypothekarzinsen, die eher noch weiter steigen werden», wird Felix Oeschger, Analyst bei Moneyland.ch in der Medienmitteilung zitiert.  

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