Zweiter Anlauf: IAEA-Inspektoren im Iran eingetroffen
Aktualisiert

Zweiter AnlaufIAEA-Inspektoren im Iran eingetroffen

Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sind am Montagmorgen in Teheran eingetroffen. Es ist das zweite Mal binnen eines Monats, dass IAEA-Fachleute in den Iran reisen.

Zentrifugen in der Atomanlage im iranischen Nathans.

Zentrifugen in der Atomanlage im iranischen Nathans.

Eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist am Montag zu neuen Gesprächen über das umstrittene iranische Atomprogramm in Teheran eingetroffen. Das iranische Radio berichtete, die Inspektoren wollten iranische Atomwissenschaftler treffen und den Militärstützpunkt Parchin besuchen.

In Parchin ausserhalb von Teheran werden konventionelle Waffen entwickelt. Allerdings wird vermutet, dass eine geheime unterirdische Anlage dort im Rahmen des Atomprogramms genutzt wird. Die iranischen Behörden haben das zurückgewiesen. Der Ton des Radiokommentars deutete darauf hin, dass den Inspektoren ein Besuch in Parchin wohl verweigert wird.

Vor dem Abflug hatte IAEA-Missionsleiter Herman Nackaerts in Wien erklärt, er hoffe auf Fortschritte in den Gesprächen.

Das IAEA-Team wollte erreichen, dass der Iran Einblick in Dokumente über sein Atomprogramm gewährt. Auch geht es darum, zukünftige Besuche im Iran zu ermöglichen.

Erfolgloser erster Besuch

Ein erster Besuch der IAEA-Experten Ende Januar hatte nach Ansicht der Atombehörde keine nennenswerten Fortschritte gebracht. Die Regierung in Teheran hatte die Gespräche dagegen als positiv und konstruktiv bezeichnet.

Vergangene Woche teilte der Iran der EU schriftlich mit, zur Wiederaufnahme der seit einem Jahr auf Eis liegenden Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm bereit zu sein. Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle bekräftigte am Sonntag, auf das Angebot einzugehen, wenn die Bereitschaft zu Gesprächen «ernsthaft und substanziell» sei.

Europa und die USA werfen der Regierung in Teheran vor, Atomwaffen zu entwickeln. Teheran verfolgt mit seinem Atomprogramm nach eigenen Angaben zivile Zwecke.

(sda)

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