IAEA kritisert den Iran wegen Arbeitsverbot gegen Inspektoren

Aktualisiert

IAEA kritisert den Iran wegen Arbeitsverbot gegen Inspektoren

Die internationale Atomenergie-Behörde IAEA hat den Iran aufgefordert, das Arbeitsverbot gegen 38 internationale Inspektoren aufzuheben.

Das teilte die UNO-Aufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Nachdem der Iran das Verbot am Montag verhängt hatte, erklärte die IAEA zunächst, dieses werde die Überwachung der iranischen Atomanlagen nicht behindern. Die Behörde verfüge über genügend qualifizierte Inspektoren in der Islamischen Republik.

Sie werde sich wegen des Verbots jedoch mit der Regierung in Teheran auseinander setzen. «Am Mittwoch haben wir dem Iran einen Brief geschickt und die Behörden aufgefordert, die Entscheidung zu überprüfen», sagte ein IAEA-Sprecher.

Der Iran hatte seine Zusammenarbeit mit der Behörde am Dienstag ungeachtet des Arbeitsverbots für die 38 Inspektoren bekräftigt. Die Experten stammen alle aus westlichen Nationen, die die von den USA eingebrachten Sanktionen gegen den Iran unterstützt haben.

Der Westen beschuldigt das Land, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran bestreitet dies. Das Programm diene allein dem Ziel der Energieerzeugung, beharrt der viertgrösste Ölexporteur der Welt.

Das iranische Parlament hatte auf die Sanktionen mit einer Überprüfung der Zusammenarbeit mit der IAEA reagiert. Das Arbeitsverbot für die 38 Experten sei dabei ein «erster Schritt». Der Iran hat das Recht, alle ihm unerwünschten Inspektoren zurückzuweisen.

(sda)

Deine Meinung