Doch noch emotional - Iceman Carlo Janka hat nach seinem letzten Rennen Tränen in den Augen
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Doch noch emotionalIceman Carlo Janka hat nach seinem letzten Rennen Tränen in den Augen

Der Bündner bestritt mit der Lauberhornabfahrt am Samstag das letzte Skirennen seiner Karriere. Janka stürzte, kam aber heil ins Ziel.

von
Adrian Hunziker
(Wengen)
Sven Forster
(Wengen)

Janka hat im Interview im SRF Tränen in den Augen.

SRF

Darum gehts

  • Carlo Janka hat mit der Abfahrt am Lauberhorn seine Karriere beendet.

  • Der 35-Jährige stürzte, kam aber heil ins Ziel.

  • Für einmal zeigte der Iceman danach auch Emotionen.

Nicht umsonst erhielt Carlo Janka während seiner Karriere den Spitznamen Iceman. Der Bündner wurde Weltmeister, Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger – feierte also grosse Erfolge. Emotionen zeigte der heute 35-Jährige jedoch auch bei seinen schönsten Triumphen wenig bis keine. Bei der Pressekonferenz, die er am Donnerstag in Wengen abhielt und dabei sein Karriereende verkündete, schien er kurzzeitig glasige Augen bekommen zu haben. «Doch das verschwand wieder. Bisher habe ich noch keine Mühe mit dem Ganzen, aber das wird sich wohl schon noch ändern, wenn es wirklich aufs Ende zugeht», sagte er da. Und siehe da, er sollte Recht behalten.

Am Samstag, in seinem letzten Rennen am Lauberhorn und überhaupt, stürzte Janka. Er verletzte sich glücklicherweise nicht und konnte ins Ziel fahren. Dort wurde er von Fans und anderen Fahrern mit Jubel und Plakat empfangen. Im Interview mit SRF wurde er dann doch noch emotional, als er seine Frau und seine Tochter im Zielgelände sah, er hatte sogar Tränen in den Augen (siehe Video oben).

Jankas Zieleinfahrt bei seinem letzten Rennen überhaupt.

SRF

Sein letztes Rennen war doch ein Kampf, wie er im Interview sagte. Zusammen mit seinem Servicemann entschied er sich für einen «alten, schon ewig eingewachsten Ski», also für einen Materialpoker. Für ihn war der letzte Auftritt bei strahlendem Sonnenschein ein «Traum». «Der Kreis schliesst sich hier am Lauberhorn», so Janka weiter. Seine Familie war bei seinem letzten Rennen vollständig vertreten. Für Janka ein schönes Erlebnis, auch wenn er zu seiner Tochter sagt: «Mal schauen, wie viel von dem Tag noch bei ihr in Erinnerung bleibt, so als Zweieinhalbjährige sicher nicht ganz so viel.»

Im Ziel liess sich Janka seinen Goldhelm von seinen Kollegen signieren. Dieser war ihm zu seiner Überraschung überreicht worden. «Die Reaktionen der anderen Fahrer waren schön, wir haben so viele gemeinsame Erinnerungen», sagte Janka. Der Bündner weiss auch schon, wo er den Helm unterbringen wird. Wie er zu 20 Minuten sagt, kommt der Helm zu den anderen Trophäen, die er während seiner langen Karriere eingeheimst hat. Nach seinem Interview-Marathon wurde mit ihm im Swiss-Ski-Team im Kreis angestossen.

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