Larry Huras: «Ich befasse mich schnell mit der Win-Frage»
Aktualisiert

Larry Huras«Ich befasse mich schnell mit der Win-Frage»

Das 1:7 in Biel war die höchste Pleite für den SC Bern seit dem 0:6 gegen Davos 2004. Trainer Larry Huras kündigt heute gegen die Seeländer eine Revanche an.

von
Peter Berger
Larry Huras polterte nach dem Debakel in Biel nicht, redete seiner Mannschaft aber ins Gewissen. (Bild: Keystone)

Larry Huras polterte nach dem Debakel in Biel nicht, redete seiner Mannschaft aber ins Gewissen. (Bild: Keystone)

Larry Huras, haben Sie die Pleite schon verdaut?

Larry Huras: Ob die Euphorie nach einem Sieg oder die Enttäuschung nach einer Niederlage, beides bleibt bei mir nicht lange. Sondern ich befasse mich schnell mit der Win-Frage – what's important now?

Und was ist jetzt wichtig?

Wir müssen sofort wieder besser defensiv spielen. Vor diesem Wochenende hatten wir die beste Verteidigung und das beste Boxplay. Nun kassierten wir in zwei Spielen zwölf Tore. Das geht nicht.

Erwarten Sie am Dienstag eine Revanche?

Ich erwarte eine Reaktion meiner Mannschaft. Und die wird kommen, ganz bestimmt, denn ich kenne mein Team.

Verlieren Sie eigentlich lieber einmal 1:7 als drei-, viermal mit einem Tor Differenz?

Ja, so war es eine richtige Lektion. Es war nicht bloss eine Ohrfeige, sondern drei. Es zeigte uns, dass wir nicht nur 30 Minuten hart und gut arbeiten können. Denn wir waren lange das bessere Team. Dann kassierten wir drei dumme Strafen, zwei Tore und schon wars vorbei.

Kennen Sie die Gründe für das Nachlassen?

Wir fühlten uns zu komfortabel, das ist gefährlich. Wir wussten, dass wir mit einem Sieg schon auf Platz drei oder zwei vorstossen könnten. Diesen Sieg wollten wir zwar gerne, aber nicht unbedingt. Uns fehlte der Killerinstinkt.

Haben Sie zu internen Strafen gegriffen?

Nein, das war nur ein Spiel. Es ist ja nicht so, dass sich die Mannschaft gehen lässt. (Schmunzelt) Letzte Saison verloren wir in Biel einmal 4:8. Diesmal erhielten wir nur sieben Gegentore, also haben wir uns gesteigert.

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