Aktualisiert 27.08.2012 08:47

Selbstbewusster Federer«Ich bestimme, wer gewinnt oder verliert»

Roger Federer greift in der Nacht auf Dienstag ins letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ein. Der Schweizer hat in den letzten Monaten viel Selbstvertrauen getankt.

von
fbu

Es ist wieder US-Open-Zeit. Alle Augen richten sich auf die Weltnummer 1, Roger Federer, der beeindruckende Monate hinter sich hat. Der Schweizer greift in der Nacht auf Dienstag ins letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ein. Um ca. 3 Uhr trifft er auf den US-Amerikaner Donald Young. 17-mal hat dieser zwischen Februar und August in Folge verloren. Federer ist sich seines Erstrundensieges trotzdem nicht schon im Vorfeld sicher.

«Ich werde nie wieder einen Gegner unterschätzen, das habe ich als Teenager genug getan. Diese Zeiten sind längst vorbei», sagte Federer im Vorfeld des Turniers. An Selbstbewusstsein mangelt es Federer aber nicht: «Ich spüre, dass ich zurzeit gut spiele und dass ich bestimmen kann, wer den Punkt gewinnen oder verlieren wird. Es braucht zurzeit etwas Spezielles von meinen Gegnern, damit sie gewinnen.» Trotzdem ist dem Olympia-Zweiten bewusst, dass es auch anders kommen kann. Es könne ja auch sein, dass er die erste Runde nicht überstehe. «Man muss immer sehr vorsichtig sein», fügt er deshalb an.

Ein Ziel hat Federer in diesem Jahr noch

Aber klar ist, dass Federer einen Lauf hat. Das weiss der Schweizer auch selber: «Ich habe mein Ziel für das Jahr bereits erreicht. Ich bin wieder die Nummer 1, habe Wimbledon und eine Medaille an den Olympischen Spielen ergattert.» Es sei unglaublich. Doch er habe noch etwas auf dem Programm, das ihm wirklich wichtig sei: «An den US Open gut zu spielen.»

Angesprochen auf die Absenz von Rafael Nadal, meint Federer: «Es wäre natürlich viel besser, wenn er hier wäre.» Aber er sei sich sicher, dass der Spanier wieder auf die Tour zurückkehre. In Flushing Meadows kommt es ohne Nadal erneut zum Showdown zwischen Federer und Djokovic – da sind sich viele sicher. Die zwei sind es schliesslich, die sich in diesem Jahr um den Thron im Männertennis duellieren. Der Schweizer ist im Hinblick auf die US Open im Vorteil, weil er von 2011 nicht wie Djokovic 2000, sondern nur 720 Punkte zu verteidigen hat.

Ein Rückblick auf 2011

Blickt man ein Jahr zurück, sah die Welt Federers etwas anders aus. Kaum jemand glaubte daran, dass der Baselbieter den Sprung an die Spitze noch einmal schaffen würde. Zwar spielte er weder an den French Open noch in Wimbledon schlecht. Trotzdem musste er einige harte Niederlagen einstecken. Einfach sei das nicht gewesen, meint Federer rückblickend. Der 31-Jährige vermutet: «Letztes Jahr bin ich mit ein paar Niederlagen im Kopf an die US Open gekommen, die mich etwas aufgerüttelt haben.» Aber es sei trotzdem ein tolles Turnier geworden, auch wenn er es nicht für sich entscheiden konnte. «Es hat einfach nicht sein sollen.» Vielleicht ist das ja in diesem Jahr anders.

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