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Schweizer verkauft Kind«Ich bezahlte 300 Euro für Sex mit seinem Sohn»

Pietro M. hat weltweit mehrere Kinder missbraucht – auch in der Schweiz. Ein Vater soll dem Pädophilen sein Kind verkauft haben.

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amc/frb
Das soll Pietro M. sein: Der Lehrer hat gestanden, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben - auch in der Schweiz.

Das soll Pietro M. sein: Der Lehrer hat gestanden, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben - auch in der Schweiz.

Das Geständnis des 31-jährigen Pietro M. ist schockierend. Der Lehrer aus der süditalienischen Provinz Matera hat den Behörden gestanden, dass er mehrere Kinder sexuell missbraucht hat. Er suchte keine Ausreden und keine Alibis, sondern erzählte seine bestialische Geschichte «kühl und klar». Wie die italienische Zeitung «La Gazzetta del Mezzogiorno» schreibt, hat er zwei seiner behinderten Schüler missbraucht und ging immer wieder im Ausland auf sexuelle Streifzüge – in Laos, Vietnam, Thailand und der Schweiz.

«Ich habe mir von einem Schweizer Vater für 300 Euro Sex mit seinem fünfjährigen Kind gekauft», erklärte Pietro M. bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft. Der Lehrer war im vergangenen Sommer während einer grossangelegten Aktion aufgeflogen. Die Bilder der grausamen Tat aus dem Jahr 2007 in einem «Ort nahe Zürich» fotografierte M. und stellte sie ins Internet – damit sich weitere Pädophile daran ergötzen könnten, schreibt die Zeitung in Anlehnung an die Vernehmungsprotokolle.

Vater machte beim Missbrauch mit

Der Kontakt zum Schweizer Vater kam in einem Chat zustande. «Er verwendete den Spitznamen ‹Dad of Spain› und lud mich zu sich ein», so M. weiter. Wo der Besuch stattfand, wusste M. nicht mehr. Dave - wie sich der Schweizer nannte - habe ihn in Zürich am Bahnhof abgeholt. Er, M., habe noch Geld an einem Automaten abgehoben, die Polizei könne den Ort also zurückverfolgen. «Ich übergab es ihm am Morgen nach dem Missbrauch», so M. weiter. Sie einigten sich auf 300 Euro.

Pietro M. sagte, er habe zunächst den Jungen in der Badewanne fotografiert. Der Vater war während des Missbrauchs anwesend. «Dave liess sich später von seinem Sohn oral befriedigen und ich fotografierte weiter», so M. «Anschliessend überliess er den Jungen mir.» Gemäss M. habe er das Kind während des Schlafs oral und anal missbraucht.

Er wisse nicht, ob der Vater das Kind unter Drogen gesetzt habe. «Ich sah, wie er dem Buben Cola gab, ich weiss aber nicht, ob andere Sachen darin enthalten waren.» M. will von Dave seit der Tat 2007 nichts mehr gehört haben. Im Zuge der Befragung sagte der Italiener aus, dass er angenommen habe, Dave sei verhaftet worden, schreibt «Le Matin». «Ich las im Mai 2009, dass in der Schweiz ein Mann verhaftet worden sei, der sein Kind verkauft hatte», zitiert ihn die Westschweizer Zeitung, welche ebenfalls Einblick in die Dokumente der Behörden hatte.

Hockt der Vater bereits im Knast?

Tatsächlich führt die Staatsanwaltschaft Frauenfeld ein Verfahren gegen einen heute 33-jährigen Deutschen wegen des dringenden Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Kindern. Wie die Kantonspolizei in einem Mail an 20 Minuten Online schreibt, soll der Beschuldigte an seinem damaligen Wohnort im Kanton Thurgau vom Sommer 2007 bis zu seiner Verhaftung im Mai 2008 seinen damals siebenjährigen Sohn missbraucht und über einschlägige Internetforen Kontakt mit anderen Pädokriminellen geknüpft haben.

Ob es sich um dieselbe Person handelt, konnte die Polizei wegen des Persönlichkeitsrechts nicht bestätigen. Allerdings schreibt die Polizei, dass «internationale Ermittlungen auf die Spur des teilweise geständigen» Mannes führten, was trotz unterschiedlichen Altersangaben des Kindes auf denselben Täter hinweist. Der Festgenommene aus dem Thurgau sitzt im vorzeitigen Strafvollzug in der Schweiz. Der Sohn ist in der Obhut der Behörden.

Ebenfalls unter Tatverdacht standen im Mai 2009 zwei Schweizer Väter. Wie die «SonntagsZeitung» damals berichtete, hatte die Polizei beim Deutschen und den beiden Schweizern den dringenden Verdacht, dass sie ihre drei Söhne zwischen sechs und elf Jahren missbraucht, sich gegenseitig angeboten und möglicherweise auch an weitere Männer vermittelt hatten. In Haft wurde gemäss der SonntagsZeitung damals nur der 33-jährige Deutsche genommen.

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