Beat Feuz: «Ich bin auf Kurs»
Aktualisiert

Beat Feuz«Ich bin auf Kurs»

Nicht mehr freies Skifahren sondern Training in Super-G und Abfahrt: Beat Feuz arbeitet erfolgreich an seiner Rückkehr auf die Rennpiste.

Ende November will Beat Feuz auf die Rennstrecke zurückkehren.

Ende November will Beat Feuz auf die Rennstrecke zurückkehren.

Beat Feuz befindet sich für seine erhoffte und von der ganzen Ski-Nation Schweiz erwartete Rückkehr auf die Rennpisten weiter auf Kurs. Mittlerweile absolviert der Emmentaler auch wieder Trainingseinheiten zwischen den Torstangen.

Das Wetter spielte am Montag auf dem Gletscher oberhalb von Sölden nicht mit. Feuz war gezwungen, das vorgesehene Programm zu reduzieren; mehr als zwei, drei Fahrten auf dem von Coach Sepp Brunner ausgeflaggten Super-G-Kurs liessen die äusseren Bedingungen nicht zu. Für den Berner war dies zweitrangig. «Hauptsache, ich kann wieder zwischen den Toren trainieren.»

Mit dem Wechsel vom freien Skifahren zum Training in den Toren steigt für Feuz und sein lädiertes linkes Knie selbstredend die Belastung. «Trainings in Super-G und Abfahrt verkrafte ich schon ganz gut», sagt er. «Im Riesenslalom ist die maximale Belastung höher. Deshalb muss ich es am Tag danach jeweils etwas vorsichtiger angehen.»

Ende November soll es so weit sein

Feuz' Vorgabe ist seit seinem ersten Schneekontakt von Ende Juli auf dem Gletscher in Hintertux zuhinterst im Zillertal die gleiche geblieben. Wenn immer möglich will er bei den ersten Speedrennen des Olympia-Winters Ende November in Lake Louise dabei sein. «Ich bin auf Kurs. Bis jetzt ist alles gut verlaufen. Wenns so weitergeht, bin ich zuversichtlich, dass es mit dem Start in Kanada klappen wird.»

Auf dem Weg zum erhofften Comeback in Lake Louise darf, darüber ist sich Feuz ebenfalls im Klaren, «nichts dazwischen kommen», darf das Knie keine weiteren gravierenden Probleme mehr bereiten. Zudem muss für die geplante Rückkehr die Intensität in den nächsten Wochen in allen Belangen weiter gesteigert werden - punkto Länge der Läufe, betreffend Anzahl der Fahrten pro Tag und in Bezug auf die Schwierigkeit der Pisten.

Noch viel Arbeit

Im Vergleich zu seinen Teamkollegen ist Feuz verständlicherweise noch in jeder Beziehung im Rückstand. «Sie trainieren fünf, sechs Tage am Stück in allen Disziplinen. In Argentinien, Chile oder jetzt auf dem Gletscher in Zermatt waren, beziehungsweise sind ihre Fahrten eine Minute und länger. Meine Läufe sind derzeit aber lediglich auf eine Fahrzeit von rund 40 Sekunden ausgelegt.» Feuz weiss selber am besten, dass ihm bis zur Abreise nach Nordamerika noch viel Arbeit bevorsteht - trotz der gut verlaufenen ersten Phase auf dem Weg zurück in den Weltcup. (si)

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