Markus Babbel: «Ich bin der richtige Mann für den FC Luzern»
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Markus Babbel«Ich bin der richtige Mann für den FC Luzern»

Am Montag stellte der FC Luzern seinen neuen Trainer Markus Babbel vor. Der Deutsche erhält einen Vertrag bis Saisonende - mit Option.

von
Claudio Zanini

Die Verantwortlichen des FC Luzern hatten eine intensive Woche hinter sich: Am vergangenen Montag wurde Carlos Bernegger per sofort freigestellt. Genau sieben Tage später wird der neue Trainer präsentiert. «Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Markus Babbel einen absoluten Fachmann verpflichten konnten», sagt Sportchef Alex Frei.

Der Vertrag wurde am Sonntag in der Swissporarena unterzeichnet. Nun sollen auf der Allmend Erfolge eingefahren werden: «Ich bin überzeugt, dass Markus Babbel mit seiner Fach- und Sachkompetenz das Bestmögliche aus der Mannschaft herausholen wird und uns auf die Erfolgsspur führt», so Frei weiter.

Die Batterien sind voll

Babbel selbst bezeichnet die Anstellung bei den Luzernern als «eine grosse Ehre». «Es freut mich sehr, für einen Verein arbeiten zu können, der Visionen hat», sagt der Deutsche. «Die Gespräche mit Alex Frei und dem Präsidenten Ruedi Stäger gaben mir das Gefühl, dass ich der richtige Mann für den FC Luzern bin.»

Babbel stand als Spieler bei Bayern, Liverpool, Blackburn und dem VfB Stuttgart unter Vertrag. Seine Trainerkarriere verlief bis anhin aber weniger glorreich: Mit Hertha Berlin konnte er zwar in die 1. Bundesliga aufsteigen - seine Engagements waren aber jeweils von kurzer Dauer. Seit 2012 und dem Rauswurf bei der TSG Hoffenheim war der ehemalige Internationale ohne Anstellung: «Ich habe in den vergangenen zwei Jahren meine Batterien aufgeladen - und das hat gut getan», so Babbel weiter.

Fokus gilt Vaduz

Der gebürtige Münchner verfolgt den Schweizer Fussball schon länger: «Die Super League ist eine Liga, die über Qualität verfügt und sehr ausgeglichen ist - jeder kann jeden schlagen.» Seinen Fokus richtet der neue FCL-Trainer bereits auf das Kellerduell gegen den Zweitletzten Vaduz: «In den nächsten Tagen stehen viele Einzelgespräche mit den Spielern an. Das nötige Selbstvertrauen muss ihnen wieder eingeimpft werden.»

Ein Sieg ist für die Luzerner Pflicht: «Wir müssen die Zeit bis Sonntag nutzen, um den erwartet schweren Sieg einzufahren», so Babbel. Er kenne den einen oder anderen Spieler des FCL und habe seine Hausaufgaben gemacht. Am Montagnachmittag wird Babbel bereits um 15 Uhr die erste Trainingseinheit leiten. Dem Deutschen werden Interimstrainer Gerardo Seoane und Remo Gaugler zur Seite stehen.

Keine Vertragsdetails

Alex Frei mochte nicht weiter auf die Liste von möglichen Trainerkandidaten eingehen. Auch betreffend Vertragsdetails hielten sich die Verantwortlichen bedeckt. Klar ist: Babbel besitzt einen Kontrakt bis Saisonende - mit Option. «Beim Erreichen gewisser Parameter kann der Vertrag verlängert werden», sagt Präsident Stäger. Wie diese Parameter genau aussehen, ist nicht bekannt.

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