Aktualisiert 06.06.2011 09:23

Nach dem French Open

«Ich bin ein bisschen traurig»

Roger Federer ist nach der Niederlage in Paris enttäuscht – selbstverständlich. Er zieht aber ein positives Resümee über das gesamte Turnier und blickt bereits wieder in die Zukunft.

von
fbu

«Ein Grand-Slam-Final zu verlieren ist immer schwierig. Ich bin ein bisschen traurig, aber es ist ok», sagte der Unterlegene gegenüber der «L'Equipe». Es wäre ja auch seltsam, wenn Roger Federer nach einer solchen Niederlage nicht enttäuscht wäre. Schliesslich hat er es verpasst einen weiteren Grand-Slam-Titel zu gewinnen.

Der Schweizer scheint aber zufrieden zu sein mit dem Turnier und auch dem Final, den er gespielt hat. «Ich denke, dass ich die ganze Zeit fantastisch gespielt habe. Es ist schade, dass ich die Trophäe nicht geholt habe, aber ich denke trotzdem, dass es ein sehr guter Final war.» Das Problem war nur, dass eben nicht nur er gut gespielt hat. Das sieht auch die Weltnummer 3 so: «Rafa hat gut gespielt und hat verdient gewonnen. Er ist ein grosser Champion – insbesondere auf Sand.»

«Besser als die Besseren»

Spätestens nach dem sechsten Titel in Roland Garros würde das auch niemand mehr anzweifeln. Obwohl die Stimmen der Experten und Medien beim harzigen Start des Spaniers nicht immer so überzeugt waren. Federer kann sich darüber nur wundern: «Viele verstehen nicht, wie er hier gewinnen konnte, nachdem der Start ins Turnier für ihn so schlecht gelaufen war – ich kann es. Er spielt besser als die Besseren und das hat er heute gezeigt.»

Roland Garros ist und bleibt also das Wohnzimmer für die Weltnummer 1 aus Spanien. Kein Wunder wird er nicht müde zu betonen, dass es das wichtigste Turnier des Jahres für ihn sei. Mit dem gestrigen sechsten Titel zieht «Rafa» mit Björn Borg gleich, für den Spanier etwas Besonderes: «Es ist wirklich eine Ehre diesen Rekord mit ihm zu teilen und ich werde weiter hart daran arbeiten, im nächsten Jahr wieder hier zu sein und ein weiteres Mal gut zu spielen.»

Nicht nur der Spanier demonstriert einen Blick in die Ferne. Auch für Federer ist es bereits Zeit in die unmittelbare Zukunft zu blicken: «Mein Ziel ist es in ein paar Wochen Wimbledon zu gewinnen. Das ist das Ziel Nummer 1 in dieser Saison.» Nach seinem Auftritt an den French Open wird ihm dies auch wieder zugetraut.

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